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Beethovens letzter Walzer – Rudolf Buchbinder mit alten und neuen Diabelli-Variationen

Rudolf Buchbinder
© Rita Newman
13.02.2020
Die Diabelli-Variationen von Beethoven gelten als das letzte große Klavierwerk des Wiener Klassikers. Sie sind, wie Hans von Bülow es fasste, ein “Mikrokosmos des Beethovenschen Genius, ja sogar ein Abbild der ganzen Tonwelt”. Für Rudolf Buchbinder bilden sie das musikalische “Leitmotiv meines Lebens”. Der österreichische Klaviervirtuose, der im Alter von fünf Jahren als jüngster Student der Geschichte in die Hochschule für Musik in Wien eintrat und heute als eine der größten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit gilt, machte vor 60 Jahren Bekanntschaft mit den 33 Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli.

"Monsieur Diabelli": Rudolf Buchbinder 

"Seither begleitet mich Beethovens ‘letzter Walzer’", so der Pianist, der unter Kollegen den Spitznamen “Monsieur Diabelli” trägt. Für sein neuestes Aufnahmeprojekt hat Rudolf Buchbinder 11 Schlüsselfiguren der zeitgenössischen Komponistenszene, darunter Stars wie Richter oder Shchedrin, gebeten, ihre eigene Sichtweise auf den Diabelli-Walzer, mit dem der Musikverleger und Komponist Anton Diabelli im Jahre 1819 an namhafte Komponisten seiner Zeit wie Beethoven oder Schubert herantrat, zu komponieren.

Beethoven 2020: “The Diabelli Project”

"Ich bin stolz auf die Spannbreite der Komponisten, die bei diesem Projekt dabei sind: von der wunderbaren Lera Auerbach bis zu Max Richter. Ich freue mich auch, dass Tan Dun mitmacht, den ich als Cineast natürlich für seine Oscar-prämierte Musik zu Ang Lees Kino-Klassiker ‘Tiger and Dragon’ verehre", so Rudolf Buchbinder, der bei seinem Debüt für Deutsche Grammophon die von ihm selbst eingeworbenen Diabelli-Variationen mit den kultigen von Beethoven und denen von Schubert, Liszt und anderen Größen des 19. Jahrhunderts zusammenführt.
"The Diabelli Project", so der Titel von Buchbinders Album, das passend zum Beethoven-Jahr 2020 erscheint, ist für den 6. März angekündigt. Vorbestellungsstart ist am 14. Februar. Dann kann man sich mit Max Richters quirliger Diabelli-Variation bereits einen ersten Eindruck von den überraschenden Gestalten verschaffen, die ein heiterer Walzer der romantischen Zeit unter heutigen Bedingungen annehmen kann. Der Vorabtrack steht auf einer Plattform ihrer Wahl zum Download sowie im Stream bereit.