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Thomas Zehetmair interpretiert Bach auf der Barockgeige

Thomas Zehetmair
© Keith Pattison
10.10.2019
Thomas Zehetmair zählt zu den versiertesten Geigern der Gegenwart. Der 1961 in Salzburg geborene Solist konnte sich schon früh in der internationalen Klassikszene behaupten. Trotz seiner steilen Karriere ist er jedoch nicht in die Mühlen des Betriebs geraten, sondern hat sich ein hohes Maß an Eigensinn bewahrt. Das zeigt nicht zuletzt seine eigenwillige ECM-Diskographie, die neben etabliertem Repertoire der romantischen Tradition zahlreiche Titel mit avantgardistischer Musik aufweist, darunter entdeckungsfreudige Alben mit Kompositionen von Karl Amadeus Hartmann, Heinz Holliger oder Bernd Alois Zimmermann
Die ihrer poetischen Stimmungsnuancen wegen frappierend modern anmutenden Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach interessieren den Geiger, der auch als Dirigent tätig ist, schon lange. 1983 hat er sie als junger Mann auf einer modernen Geige eingespielt. Jetzt legt er eine neue Interpretation auf der Barockgeige vor.
Historische Annäherung an Bach
Dabei hat er sich zweier Instrumente bedient: für die Sonaten einer ca. 1750 gefertigten Joannes Udalricus Eberle, für die Partiten einer um 1685 hergestellten Geige eines unbekannten Südtiroler Meisters. Aufgenommen wurde das Album in der für ihre geräumige Akustik bekannten Propsteikirche St. Gerold. “Die beiden Instrumente haben mir zusammen mit der Akustik der Propsteikirche St. Gerold ein weites Klangspektrum angeboten”, so Zehetmair, der mit seinem neuen Album das Ziel verfolgt, dem Klang von Bachs Zeit so nahe wie möglich zu kommen.
Das neue Album von Thomas Zehetmair erscheint am 15.11.2019 unter dem Titel "Solo Sei" bei dem Münchener Label ECM New Series. Vorbestellungsstart ist am 11.10.2019. Dann kann man sich mit der erhaben schreitenden Allemanda aus der Partita Nr. 1 in h-Moll einen ersten Eindruck von der Atmosphäre auf dem Album verschaffen. 

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