Lisa Batiashvili | Offizielle Biografie

Biografie

Lisa Batiashvili
© Sammy Hart
Aufgrund der Covid−19-Pandemie können wir momentan keine zuverlässigen Aussagen bezüglich der jetzigen und kommenden Spielzeit machen.
»Lisa Batiashvili war die atemberaubende Solistin, sie spielte Szymanowskis lange, ekstatische Linien mit wunderbar lieblichem Ton und erlesener Feinheit.« – The Guardian, Rezension einer Aufführung von Szymanowskis Violinkonzert Nr. 1, April 2019
Von der Londoner Times als »vollkommene Musikerin« bezeichnet, nimmt Lisa Batiashvili mit ihren tiefgehenden, ausdrucksvollen Aufführungen einen festen Platz in der Riege der größten internationalen Künstler ein. Die georgische Geigerin wird von den Kritikern für ihre Virtuosität, Sensibilität und charismatische Ausstrahlung gerühmt. Sie wurde von Musical America zur »Instrumentalistin des Jahres 2015« gewählt ‒ eine Auszeichnung, die nur Künstlern ersten Ranges zuteilwird ‒ und sie ist Gewinnerin des angesehenen internationalen Preises der italienischen Accademia Musicale Chigiana. Batiashvili pflegt eine enge Partnerschaft mit vielen Spitzenorchestern wie den New Yorker Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, den Berliner Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Chamber Orchestra of Europe.
Batiashvilis herausragende Stellung im internationalen Konzertleben bestätigte sich in dieser Saison einmal mehr: Im September 2019 trat sie zweimal beim ersten Tsinandali Festival in Georgien auf; im Oktober spielte sie Tschaikowskys Violinkonzert in Taipeh und Tokio mit dem Philadelphia Orchestra und Yannick Nézet-Séguin; und Anfang des neuen Jahres unternahm sie mit dem London Symphony Orchestra und Sir Simon Rattle eine Tournee, auf der sie Bergs Violinkonzert in London, Paris, Hamburg, Baden-Baden, Bonn und Luxemburg aufführte.
Lisa Batiashvili ist seit 2010 Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon. Ihr erstes Album für das gelbe Label, Echoes of Time (Februar 2011) erhielt einen Echo Klassik-Preis. Im Januar 2013 folgte eine CD mit Brahms’ Violinkonzert und Clara Schumanns Romanzen op. 22. Begleitet von Nézet-Séguin nahm sie Arrangements für Violine und Klavier von mehreren Romanzen aus Tschaikowskys Opp. 6 und 73 auf, die dann zusammen mit der Symphonie Nr. 6 »Pathétique«, gespielt vom Philharmonischen Orchester Rotterdam unter Leitung von Nézet-Séguin, veröffentlicht wurden (September 2013). Im Album Bach (August 2014) widmete sich Batiashvili Werken von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach, ihre Partner waren Françoix Leleux, Emmanuel Pahud und das Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks.
Im November 2016 veröffentlichte sie ein Album mit den Violinkonzerten von Tschaikowsky und Sibelius, das aus der fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim hervorging. Batiashvilis nächstes DG-Album, Visions of Prokofjew, enthielt die beiden Violinkonzerte des russischen Komponisten sowie drei beliebte Nummern aus seinen Bühnenwerken in neuen Arrangements ihres Vaters, Tamás Batiashvili. Die Aufnahme mit dem Chamber Orchestra of Europe und Nézet-Séguin erschien im Februar 2018 und wurde mit einem Opus Klassik ausgezeichnet. Batiashvili war zudem Solistin in Ilan Eshkeris viel gerühmtem Soundtrack-Album zum Film The White Crow (Regie Ralph Fiennes), das im März 2019 herauskam.
Ihr neuestes Album, City Lights, wird international am 5. Juni 2020 veröffentlicht. Es beginnt mit der Suite »City Memories«, einer Hommage an die Musik und die Filme von Charlie Chaplin, und wird dann zu einer eklektischen Präsentation von Städten, die besondere Bedeutung für Batiashvili haben. Musikalische Reisebegleiter sind dabei Katie Melua, Miloš Karadaglić und Till Brönner. Nikoloz Rachveli, der viele Stücke des Albums arrangierte, dirigiert das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und die Georgische Philharmonie.
Lisa Batiashvili wurde in Tiflis geboren und ging im Alter von elf Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland. Dort studierte sie bei Mark Lubotsky und Ana Chumachenco. 1995 kam der Durchbruch, als sie als jüngste Teilnehmerin in der Geschichte des Internationalen Jean-Sibelius-Geigenwettbewerbs den zweiten Preis errang. 2003 erhielt sie den Leonard Bernstein-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals, 2006 den Beethoven-Ring des Bonner Beethovenfests. Seither hat sie zwei MIDEM Classical Awards, einen Choc de l’année und drei Echo/Opus Klassik-Preise gewonnen, und 2017 gehörte sie zu den zehn Nominierten in der Kategorie »Künstler des Jahres« der Zeitschrift The Gramophone. Zu den Höhepunkten der letzten Jahre gehörten von den Kritikern gerühmte Spielzeiten als artist-in-residence bei den New Yorker Philharmonikern (2014/15), dem Royal Concertgebouw Orchestra (2016/17), der Accademia Nazionale di Santa Cecilia (2017/18) und der Münchner Konzertdirektion Hörtnagel (2018/19) sowie ihr Auftritt beim prestigeträchtigen Nobelpreiskonzert im Dezember 2018 in Stockholm.
Lisa Batiashvili lebt in München und spielt eine Guarneri »del Gesù« von 1739, die großzügige Leihgabe eines privaten Sammlers.
4/2020
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