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Kim Kashkashian interpretiert Kammermusik von Tigran Mansurian

Tigran Mansurian
07.10.2020
Am 6. November 2020 erscheint ein neues Album der US-amerikanischen Bratschistin Kim Kashkashian. Gemeinsam mit dem Geiger Movses Pogossian initiiert, versammelt das Aufnahmeprojekt kammermusikalisches Repertoire des armenischen Komponisten Tigran Mansurian. Kim Kashkashian hat seit Beginn des Millenniums maßgeblich zur internationalen Verbreitung von Mansurians Musik beigetragen. Ihr erstes Album mit Werken des armenischen Komponisten erschien bereits zur Jahrtausendwende bei ECM New Series in München. Große Beachtung erfuhr vier Jahre später “Monodia”, das die Bratschistin gemeinsam mit dem norwegischen Saxophonisten Jan Garbarek und dem britischen Gesangsquartett The Hilliard Ensemble aufgenommen hatte. “Die Interpretationen sind so konzentriert wie klangsinnlich geraten”, urteilte Fono Forum über die Veröffentlichung, die ein breites Spektrum des vokalen und instrumentalen Schaffens Tigran Mansurians abbildete.
Spiritueller Impressionismus
Tigran Mansurian kann neben Arvo Pärt als einer der wichtigsten Exponenten einer spirituell fundierten “Neuen Einfachheit” gelten. Geprägt von Komponisten wie Fauré, Komitas oder Debussy, schafft er meditative Klangwelten von impressionistischer Weite, mystisch durchdrungen von eigenwillig angeeigneten Stoffen der liturgischen und folkloristischen Tradition Armeniens. Movses Pogossian schätzt die “großzügigen und fragilen, intimen und ernsten, immer im gegenwärtigen Augenblick präsenten, aber auch zeitlosen” Eigenschaften des Menschen und Komponisten Tigran Mansurian, den er im Jahre 2004 in Kalifornien kennenlernte. In jenen Jahren machte der armenische Geiger auch die Bekanntschaft mit Kim Kashkashian. Dass die beiden Bewunderer Tigran Mansurians dem Komponisten einmal ein Album widmen würden, lag in der Luft.
Con anima” nahmen die beiden Solisten im Vorjahr aus Anlass des 80. Geburtstags von Tigran Mansurian an der UCLA Herb Alpert School of Music auf. Dazu riefen sie eine ganze Reihe weiterer profilierter, dem Komponisten verbundener Streicher und Pianisten zusammen. Mit dem “Agnus Dei” (2006), der “Sonata da Chiesa” (2015), dem titelgebenden “Con anima” (2006–7), dem Streichtrio (2008) sowie “Die Tänzerin” (2014) erklingen auf dem Album vorrangig jüngere Arbeiten aus dem kammermusikalischen Œuvre des Komponisten. Mit dem Streichquartett Nr. 3 von 1993 wird aber auch eine ältere Arbeit zu hören sein.
Vorbestellungsstart des Albums ist am 06.11.2020. Dann steht mit dem ebenso melancholisch wie versöhnlich anmutenden Larghetto aus dem Agnus Dei für Geige, Klarinette, Violoncello und Klavier aus dem Jahre 2006 bereits ein Vorabtrack zum Download und als Stream bereit.  

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