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ECM 1976: Das Label baut seine stilistische Bandbreite weiter aus

ECM Chronik: Das Jahr 1976
31.12.1976
Pat MethenysBright Size Life” weckt großes Interesse sowohl für den talentierten Gitarristen wie auch für seinen noch fast unbekannten Bassisten, den fantastischen Jaco Pastorius. 
Jan Garbarek gibt sein USA-Debüt in der Carnegie Hall mit Keith Jarrett, Charlie Haden, einem Streichorchester unter der Leitung von Dennis Russell Davies und neuer Musik von Jarretts bewegendem Album “Arbour Zena”. 

Die stilistische Bandbreite des Labels nimmt immer mehr zu. Barre Phillips' karges “Mountainscapes”, dessen Musik ursprünglich für Carolyn Carlsons Tanzensemble geschrieben wurde, bringt John Surman zu ECM. Sitar- und Tablaspieler Collin Walcott wird auf “Could Dance” von dem neuen Gateway Trio begleitet. Tomasz Stankos lässt auf “Balladyna” (mit Dave Holland und Edward Vesala) tief in seine slawische Seele blicken. 

Eberhard Weber stellt auf “Yellow Fields” seine neue Band Colours mit Ex-Mingus-/Ex-McCoy Tyner-Saxophonist Charlie Mariano vor, der allerdings kein Altsax spielen darf (“zu jazzig”).  

Auch Jarrett dehnt sein musikalisches Universum immer mehr aus, diesmal mit Improvisationen auf der Barockorgel von Ottobeuren (“Hymns/Spheres”), während er auf Kenny Wheelers “Gnu High” zum letzten Mal als Sideman firmiert. 

Das Jahr endet mit einem ambitionierten ECM-Festival-Lineup – John Abercrombie und Ralph Towner, Enrico Ravas Quartett, Jack DeJohnettes Directions, Terje Rypdals Odyssey, Art Landes Rubisa Patrol, Eberhard Webers Colours und Steve Kuhns Ecstasy – das in den USA auf Tour geht. In New York ist Keith Jarrett mit einem Solo-Set dabei. 

Manfred Eicher wird vom DownBeat Critics Poll zum Produzenten des Jahres gewählt.

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