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“The Shellac Project” – Neue Digitalisierungen aus den DG-Archiven

The Shellac Project
© DG
26.09.2019
Das “Shellac Project” von Deutsche Grammophon, das vor über einem Jahr gestartet ist, geht am 27. September in seine achte Runde. Ein weiteres Mal kommen historische Aufnahmen aus den Archiven des Labels zur Veröffentlichung und erscheinen in Kooperation mit Google Arts & Culture in digitalem Gewand. Aus 58 Metall-Quellen wurden 18 digitale Titel generiert, darunter erstmals im Rahmen dieses Projekts drei komplette Symphonien.

"The Shellac Project" feiert 250 Jahre Beethoven

Zum Auftakt des Beethoven-Jahres 2020 widmet sich auch das “Shellac Project” den Werken des Komponisten der Wiener Klassik, unter der Leitung berühmter Komponisten, die auch als Dirigenten bedeutend waren. Die “Pastoral”-Symphonie Nr. 6 unter Leitung von Hans Pfitzner (1930) liegt nun als weltweit erste Digitalisierung der originalen Metall-Quellen vor; die Quellen der 12 Jahre später entstandenen Einspielung desselben Werkes mit den Berliner Philharmonikern unter Leitung von Carl Schuricht sind erstmals für den internationalen Markt neu digitalisiert worden. Als dritte Komplettaufnahme einer Symphonie bietet das Shellac Project eine verbesserte digitale Neuüberspielung der 5. Symphonie von Beethoven unter Leitung von Richard Strauss (1928), die das Renommee des Komponisten auch als Dirigent unterstreicht. Erstdigitalisierungen von Metall-Quellen sind darüber hinaus Berlioz' “Carnaval romain” unter Leitung von Erich Kleiber (1928), Auszüge aus Beethovens Violinkonzert mit Karl Freund und den Berliner Philharmonikern (Dirigent: Walther Davisson, 1938) sowie Auszüge aus Beethovens Symphonie Nr. 3 “Eroica” und Ouvertüren von Weber und Lortzing (1928/29) jeweils unter Leitung von Hans Pfitzner.

Couplets von Otto Reutter und Balladen von Mimi Thoma und Rudi Schuricke

Ergänzt werden die klassischen Kostbarkeiten durch Aufnahmen zeitgenössischer Musik der Shellac-Ära. Otto Reutter war einer der großen deutschen Humoristen des 20. Jahrhunderts. Wie kaum ein anderer fing er den Zeitgeist der 1920er Jahre musikalisch ein. Im Rahmen des “Shellac Project” macht Deutsche Grammophon vier weitere Titel des Sängers wie “Kinder, Kinder, was sind heut' für Zeiten” von 1927 und “Es geht vorwärts”, 1930 in Berlin aufgenommen, digital verfügbar. Von Kabarettistin und Chansonnière Mimi Thoma eingesungen erscheint u.a. Schimas “Mamatschi”, das 25 Jahre nach ihrem Tod für Steven Spielbergs Filmdrama “Schindlers Liste” eingesetzt wurde. Und auch Aufnahmen des für die “Capri-Fischer” bekannten Rudi Schuricke lassen sich dank des “Shellac Project” in digitaler Überspielung der originalen Metall-Quellen neu hören.

"The Shellac Project" entdecken

Deutsche Grammophon präsentiert unter den Titeln “The Shellac Project: Great Singers” und “The Shellac Project: Beethoven” zwei Playlisten, die Highlights des Projekts zusammenfassen.