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“The Shellac Project” – Einer der ersten großen Stars der Grammophon-Ära, Beethoven und Deutsche Lyrik

The Shellac Project
© DG
01.08.2019
Im Rahmen der Feierlichkeiten zu seinem 120. Jubiläum hat das gelbe Label mit dem “Shellac Project” ein bahnbrechendes Projekt ins Leben gerufen. Seit Juni 2018 wurde bereits eine Vielzahl von musikalischen Zeugnissen aus den Archiven der Deutschen Grammophon in Kooperation mit Google Arts & Culture restauriert und digital veröffentlicht. Am 2. August erscheinen in der mittlerweile siebten Auflage u.a. Aufnahmen des Baritons Heinrich Schlusnus, Beethoven-Einspielungen aus den Jahren 1929–1935 und deutsche Gedichte, gelesen von berühmten Schauspielern des frühen 20. Jahrhunderts.
Zu den Höhepunkten der am 2. August veröffentlichten historischen Schätze zählen weitere Aufnahmen des Baritons Heinrich Schlusnus, eines der ersten Sängerstars der Schellack-Ära, der hier unter anderem mit Verdi-Arien präsentiert wird. Wie seinerzeit üblich, sang er sie oftmals auf Deutsch ein. Doch bietet sich auch ein interessanter Vergleich einer Arie aus “Don Carlo”, die er 1936 auf Italienisch und 1943 in deutscher Sprache interpretierte. Zudem war der Bariton ein erfolgreicher Liedersänger, wie nun digital in zwei Beethoven-Liedern zu erleben ist.
Im Zuge des näher rückenden Beethoven-Jahrs werden im weiteren Verlauf des “Shellac Project” auch zahlreiche weitere historische Einspielungen von Werken des Komponisten wiederveröffentlicht. Den Anfang machen neben den genannten Liedern auch drei Arien aus “Fidelio”, eingesungen 1929 bzw. 1933 von Elisabeth Ohms, Adele Kern und Franz Völker, sowie eine vollständige Aufnahme der Kreutzersonate mit Georg Kulenkampff und Wilhelm Kempff von 1935.
Neben Musik-Einspielungen erscheinen im Rahmen des “Shellac Project” auch Aufnahmen deutscher Lyrik berühmter Schauspieler des frühen 20. Jahrhunderts, beginnend mit Goethe-Lesungen von Ludwig Wüllner und Alexander Moissi aus dem Jahre 1915. Wüllner gilt als einer der bedeutendsten Bühnenkünstler seiner Zeit und blieb seinen Hörern vor allem durch seinen exzentrischen Sprechstil im Gedächtnis. Moissi ging als der erste “Jedermann” bei Gründung der Salzburger Festspiele im Jahr 1920 in die Festspiel-Annalen ein.
Neben der originalen "Shellac Project" Playlist, die zum 2. August wieder um die neuen Titel ergänzt wird, lassen sich künftig auch Highlights des Projekts in thematisch-gegliederten Playlisten entdecken. Den Anfang machen am 2. August “Shellac Project — Great Singers”. Am 30. August folgt “The Shellac Project – Beethoven”.
Das Shellac Project ist verfügbar auf allen DG Kanälen sowie den Partner-Plattformen Google Play MusicYouTube MusicSpotifyApple Music und Amazon. Mehr Informationen und weitere Inhalte finden Sie auf der Google Arts & Culture Plattform (g.co/deutschegrammophon) sowie auf der DG120-Website (www.dg120.info).