Daniel Lozakovich | Offizielle Biografie

Biografie

Daniel Lozakovich
© Johan Sandberg
"Lozakovich ist ein ernsthafter und ernstzunehmender Künstler, er spielt schon jetzt wie ein Großer – oder, vielleicht sollte man das eher so sagen: wie einer der Alten. Im Ton … schwingt etwas von der romantischen Wärme seiner Vorbilder Christian Ferras oder Jascha Heifetz mit." Hamburger Abendblatt, August 2019
Daniel Lozakovich, dessen eindrucksvolles Spiel von Kritikern und Publikum in hohem Maße anerkannt wird, kam 2001 in Stockholm zur Welt und begann mit fast sieben Jahren Geige zu spielen. Zwei Jahre später gab er mit dem Staatlichen Kammerorchester “Moskauer Virtuosen” und Vladimir Spivakov in Moskau sein Debüt als Solist. In der Folge spielte Daniel unter anderem mit den Philharmonischen Orchestern von Stockholm, Moskau und Liverpool, dem Orchestre National de France und dem Symphonieorchester des schwedischen Rundfunks.
Seine außerordentliche Begabung wurde durch Unterricht bei Josef Rissin an der Hochschule für Musik Karlsruhe gefördert; zur Zeit wird er künstlerisch von Eduard Wulfson betreut. Der junge Schwede hatte bereits Aufsehen in der Fachwelt erregt, lange bevor er im Mai 2016 seinen internationalen Durchbruch erzielte: Er sorgte weltweit für Schlagzeilen als Gewinner des internationalen Vladimir Spivakov-Wettbewerbs und kurz darauf, als er, einer Wiedereinladung folgend, als Solist mit dem Mariinski-Orchester und Valery Gergiev beim Abschlusskonzert der 15. Moskauer Osterfestspiele spielte. Mehrfach hat er seither wieder mit diesem Orchester gearbeitet und im November 2016 spielte er unter Gergiev erstmals mit den Münchner Philharmonikern beim Eröffnungskonzert des Festivals “MPHIL 360°”. Im darauffolgenden Juli gab er ein weiteres gefeiertes Debüt, diesmal mit dem Boston Symphony Orchestra und Andris Nelsons beim Tanglewood Festival.
Inzwischen arbeitet er regelmäßig mit führenden Orchestern wie der Russischen Nationalphilharmonie, dem Orchestre de la Suisse Romande, Orchestre National du Capitole de Toulouse, Gothenburg Symphony Orchestra, Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai und Orchester der Komischen Oper Berlin sowie mit einigen der renommiertesten internationalen Dirigenten wie Ádám Fischer, Vasily Petrenko, Leonard Slatkin, Marc Albrecht, Semyon Bychkov, Neeme Järvi, Klaus Mäkelä, Robin Ticciati und Lahav Shani. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Emanuel Ax, Khatia Buniatishvili, Seong-Jin Cho, Sergei Babayan, Martin Fröst, Renaud Capuçon, Daniel Hope, Shlomo Mintz und Maxim Vengerov.
Daniel unterschrieb im Juni 2016 einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon, kurz nach seinem 15. Geburtstag. Dieser Vertrag machte ihn zum jüngsten Mitglied der DG-Künstlerfamilie. Er bestätigte zugleich seinen Status als Ausnahmekünstler, gesegnet mit einer überwältigenden Vielfalt an Ausdruck und musikalischen Fähigkeiten. Als Vorgeschmack auf die Arbeit für das gelbe Label lud ihn sein DG-Kollege Daniel Hope ein, gemeinsam eine Auswahl von Bartóks Duos für zwei Violinen für Hopes Album My Tribute to Yehudi Menuhin aufzunehmen. Lozakovichs erstes komplettes Album für Deutsche Grammophon entstand mit dem Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und erschien im Juni 2018. Es enthält Bachs zwei Konzerte für Violine und Orchester (BWV 1041 und 1042) und seine Partita Nr. 2 in d-Moll für Solovioline (BWV 1004). Lozakovichs zweites Album, None but the Lonely Heart, kommt im Oktober 2019 heraus. Das reine Tschaikowsky-Programm bietet das Violinkonzert in einer Live-Aufnahme mit der Russischen Nationalphilharmonie und Spivakov, die Méditation für Violine und Orchester sowie Arrangements von zwei Vokalwerken: der Arie des Lenski aus Eugen Onegin und der Romanze op. 6 Nr. 6 “Nur wer die Sehnsucht kennt”, deren englischer Fassung “None but the lonely heart” das Album seinen Namen verdankt.
Daniel spielte Tschaikowskys Violinkonzert im September 2018 in Irkutsk mit Spivakov und der Russischen Nationalphilharmonie, bevor er für ein Recital im Mariinski-Theater nach St. Petersburg reiste. In der letzten Spielzeit gab er zudem Recitals unter anderem in Paris, Uppsala, Riga, Aix-en-Provence und Genf. Höhepunkte seiner Tätigkeit als Konzertsolist waren Beethovens Violinkonzert mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin, Bachs Konzerte BWV 1041 und 1042 mit dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks und Bruchs Violinkonzert Nr. 1 für sein Debüt mit dem Cleveland Orchestra im Juli 2019 beim Blossom Music Festival.
Am Beginn von Lozakovichs Saison 2019/20 stehen Prokofjews Violinkonzert Nr. 2 mit dem Mariinski-Orchester und Gergiev in Montreux (September 2019) und Bruchs Violinkonzert Nr. 1 mit dem RTÉ National Symphony Orchestra und Nathalie Stutzmann in Dublin (Oktober 2019). Anschließend reist er in die USA für drei Aufführungen des Tschaikowsky-Konzerts bei seinem mit Spannung erwarteten Debüt mit dem LA Philharmonic und Esa-Pekka Salonen (ebenfalls Oktober 2019). Dieses Konzert steht auch bei seinem ersten Auftritt im Rahmen der Abonnementskonzerte mit dem Boston Symphony Orchestra und Nelsons auf dem Programm, bevor er es in Toronto und der Gulbenkian Foundation in Lissabon spielt (November/Dezember 2019). Den Abschluss des Jahres 2019 bildet eine Reihe von Aufführungen des Beethoven-Konzerts mit den Münchner Philharmonikern und Gergiev in München und Amsterdam.
8/2019