Anna Gourari | Offizielle Biografie

Biografie Anna Gourari

Anna Gourari, eine der hervorragendsten und außergewöhnlichsten Künstlerpersönlichkeiten ihrer Generation, wurde im russischen Kazan geboren und beginnt fünfjährig — von ihren Eltern unterrichtet — mit dem Klavierspiel.

1979–89 besucht die Ausnahmepianistin in einer Spezialmusikschule für hochbegabte Kinder die Klasse von Kira Schaschkina, der ehemaligen Lehrerin von Mikhail Pletnëv. Mehrere Meisterkurse in Moskau bei der einstigen Neuhaus-Schülerin Vera Gornostaeva — die auch schon Ivo Pogorelich unterrichtet hatte — prägen Anna Gourari nachhaltig. 1990 übersiedelt sie mit ihren Eltern nach Deutschland und absolviert an der Hochschule für Musik und Theater in München ihr Studium u.a. bei Ludwig Hoffmann. Bald darauf wird sie Stipendiatin der “Studienstiftung des deutschen Volkes”.

In ihrem Klavierspiel vereint die junge russische Künstlerin Einflüsse zweier eminenter Klavierschulen Europas. “Hier spielt eine Individualistin des 21. Jahrhunderts, die sich aus dem Trümmerhaufen der Kulturgeschichte das nimmt, was ihr wichtig erscheint.” “Technisch brillant” sei ihr Spiel, geradezu “perfekt die Mischung aus feuriger Attacke und poetischem Zauber”. Das amerikanische Fachmagazin “Fanfare” schreibt: “In der Person von Anna Gourari lebt die große russische Klavierschule fort”.

Zu Anna Gouraris wichtigsten Auszeichnungen zählen u.a. die ersten Preise beim Kabalewsky-Wettbewerb in Russland (1986) und beim 1. Internationalen Chopin-Wettbewerb in Göttingen (1990), der “Staatliche Förderungspreis für junge Künstler” (1999), der ECHO Klassik 2000 (“Nachwuchskünstlerin des Jahres”) und der ECHO Klassik 2001 (“Instrumentalistin des Jahres”), vergeben von der Deutschen Phonoakademie.
1994 erklären Martha Argerich, Vladimir Ashkenazy, Alexis Weissenberg, Nelson Freire und Joachim Kaiser die damals 21-jährige zur Siegerin des Ersten Internationalen Clara-Schumann-Klavierconcours in Düsseldorf. Diese außerordentlich prominent besetzte Jury rühmt ihr “fast mystisches Klavierspiel”. Presse und Publikum überschlagen sich mit Superlativen.

Seither erspielte sich Anna Gourari als Solistin und Kammermusikerin einen ausgezeichneten Ruf in den bedeutendsten Musikzentren Europas. Die junge Pianistin gastiert immer wieder auch mit großen Orchestern bei internationalen Festivals mit Dirigenten wie Lorin Maazel, Zubin Mehta, Iván Fischer, Sir Colin Davis u.a. Daneben spielt sie zahlreiche Rundfunk- und TV-Produktionen bei großen deutschen und internationalen Sendern ein, die u.a. in Europa, Russland und Japan ausgestrahlt werden.

Im Jahr 2003 gastiert Anna Gourari u.a. in Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Italien, Spanien und Japan. Sie ist bei renommierten Festivals zu Gast, so beim Bad Kissinger Musiksommer, Klavierfestival Ruhr, Rheingauer Musiksommer, Snow and Symphony in St. Moritz etc.. Bei den Salzburger Festspielen gibt sie im August 2003 ihr Debut.

Neben ihrer regen Konzerttätigkeit kann die junge russische Künstlerin auf eine bereits umfangreiche Discographie verweisen. In ihrem breit gefächerten Repertoire findet sich die klassische Klavierliteratur mit Werken von Bach, Beethoven, Schumann, Chopin, Brahms und Skrjabin ebenso wie Kompositionen der klassischen Moderne. Hier gilt ihr Interesse Komponisten wie Sergej Prokofjew, Paul Hindemith, Francis Poulenc, Sofia Gubaidulina und Rodion Shchedrin.

Nach zweijähriger exklusiver Aufnahmetätigkeit für KOCH Classics wird Anna Gourari 2002 von der UNIVERSAL Classics exklusiv unter Vertrag genommen. Ihre erste Aufnahme “Mitternacht — Nocturnes” erschien im Oktober 2003 bei DECCA.

"Sie machen nicht Musik, Sie sind Musik!" sagt Werner Herzog, der legendäre deutsche Film- und Opernregisseur, unter dessen Regie Anna Gourari die weibliche Hauptrolle — eine Pianistin — in seinem Kinofilm “Invincible” spielt — neben Tim Roth und Udo Kier. Die glanzvolle Welt-Premiere fand 2001 unter jubelndem Beifall bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig statt.