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Avi Avital, Soundtrack für den Sommer – Gewinnen Sie ein signiertes Album von Avi Avital

Soundtrack für den Sommer – Gewinnen Sie ein signiertes Album von Avi Avital

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Termine
Avi Avital, Werke von Between Worlds
22.07.2017 Neumünster, Holstenhalle
Werke von "Between Worlds"
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weitere Highlights
23.07.2017 Pronstorf, Gut Pronstorf
Werke von "Between Worlds"
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30.07.2017 Rendsburg, ACO Thormannhalle
Purcell, Vivaldi, Mozart, Albéniz et al
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01.08.2017 Sieseby, Kirche
Sauli: Partita no. 3, Joyce: "Replay", World Premiere, Bloch: "Nigun", Kuwahara: "Improvised Poem", Avital: "Kedma", J.S. Bach/Avital: Violin Partita no. 2 BWV 1004
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02.08.2017 Kellinghusen, St. Cyriacus
Sauli, Joyce, Bloch, Kuwahara, Avital, J.S. Bach/Avital
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03.08.2017 Nieblum, St. Johannis
Sauli, Joyce, Bloch, Kuwahara, Avital, J.S. Bach/Avital
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Avi Avital Biografie

Im Laufe des 19. Jahrhunderts war die klassische Mandoline nicht besonders beliebt, der Geschmack des Publikums hatte sich gewandelt und kraftvollere Orchesterinstrumente wurden entwickelt. In den letzten Jahren jedoch hat Avi Avital der Mandoline zu neuem internationalem Ansehen verholfen, ihr Repertoire wiederbelebt und sie zu einer festen Größe im Konzertleben gemacht. "Ich betrachte es als meine Aufgabe, die historische Lücke in der Mandolinenliteratur zu füllen, damit es in Zukunft keinen Mangel an Kompositionen für dieses Instrument gibt", erklärt er. Seine künstlerischen Fähigkeiten, dargeboten in einem Repertoire, das von halsbrecherischen Arrangements von Vivaldis "Vier Jahreszeiten" bis zu neuen Auftragswerken reicht, verbinden Virtuosität, musikalisches Können und starke Ausdruckskraft.

2010 wurde Avital als erster Mandolinenspieler überhaupt für einen Grammy nominiert, und zwar in der Kategorie "Bester Instrumentalsolist" für seine Aufnahme von Avner Dormans Mandolinenkonzert. 2012 unterzeichnete er einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon und kurz darauf erschien sein erstes Album für das gelbe Label: Cembalo- und Violinkonzerte von Johann Sebastian Bach in Avitals eigenen Arrangements (vom BBC Music Magazine für die "geniale Technik" und den "ergreifend schönen" Klang gepriesen). Das folgende Album, Between Worlds (Januar 2014), zeigte Avitals Interesse an neuem Repertoire mit einer Anthologie von Werken, die durch Volksmusik inspiriert sind, darunter Kompositionen von Bartók, Bloch, de Falla, Piazzolla, Tsintsadze und Villa-Lobos. (Der britische Kritiker Geoffrey Norris, den Mandolinenmusik während seiner langen Tätigkeit für The Telegraph stets unberührt gelassen hatte, beschrieb "Between Worlds" als "eine CD, bunt wie die Vereinten Nationen, gespielt mit Raffinement, Energie, virtuoser Fingerfertigkeit und überzeugender innerer Anteilnahme".)

Das im März 2015 veröffentlichte Album "Vivaldi" enthielt das Mandolinenkonzert und Transkriptionen anderer Konzerte des Komponisten – unter anderem "Sommer" aus den "Vier Jahreszeiten" – sowie das venezianische Volkslied "La biondina in gondoleta", gesungen von Juan Diego Flórez (der San Francisco Chronicle rühmte Avitals "energiegeladenes, publikumswirksames Spiel" in Werken, die als "Medium für lebhafte Fingerarbeit, rhythmischen Drive und sogar ein wenig Seele dienen"). Das Album erhielt viel Beifall der Kritik und wurde mit einem ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet.

Das Album "Avital Meets Avital", das im Juni 2017 erscheint, versammelt die Früchte eines schöpferischen Dialogs zwischen Avi Avital und seinem Namensvetter, dem israelisch-amerikanischen Jazz-Bassisten, Komponisten und Bandleader Omer Avital. "Die Musik auf diesem Album", kommentiert Avi, "erzählt die Geschichte einer besonderen Beziehung: der Begegnung von zwei Musikern mit unterschiedlicher künstlerischer Entwicklung, aber ähnlichem familiärem Hintergrund. Es ist eine musikalische Unterhaltung über die Klänge und Bedeutungen von Heimat, über Erinnerung und über Freiheit." Die meisten Werke wurden eigens für dieses Album komponiert und stützen sich auf verschiedene musikalische Traditionen, beispielsweise aus Nordafrika, Andalusien und den Ländern des Balkans.

Avi Avital wurde 1978 in der Stadt Beerscheba (Be’er Sheva) am Rand der Negev-Wüste im Süden Israels geboren. Mit acht Jahren begann er Mandoline zu spielen und wurde schon bald Mitglied des Jugend-Mandolinenorchesters, das der aus Russland stammende Geiger Simcha Nathanson gegründet hatte. Dessen charismatischer Unterricht und die Tatsache, dass er Transkriptionen von Violinwerken verwendete, hinterließen tiefen Eindruck bei dem jungen Avi. "Er lehrte mich Musik", berichtet dieser. "Das Instrument ist für mich nicht das Entscheidende."

Nach dem Besuch der Musikakademie in Jerusalem ging Avital nach Italien und studierte das historische Mandolinenrepertoire bei Ugo Orlandi am Conservatorio Cesare Pollini in Padua. Auf der Suche nach einer eigenen künstlerischen Identität brach er allerdings schon bald mit der Tradition. Begegnungen mit anderen musikalischen Richtungen und Gattungen – von Bluegrass und Jazz bis zu Weltmusik – und Projekte mit seinem Mentor, dem großen Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman, bereiteten den Weg für seine Entwicklung zum Pionier der Mandoline.

Avi Avitals Karriere nahm ihren Lauf, nachdem er 2007 als erster Mandolinenspieler überhaupt den israelischen Aviv-Wettbewerb gewann (der für junge Musiker an der Schwelle zu einer professionellen Laufbahn gedacht ist). Es folgten erste Auftritte an so bedeutenden Spielstätten wie der Carnegie Hall und dem Lincoln Center in New York, der Londoner Wigmore Hall, der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, dem Konzertsaal der Verbotenen Stadt in Peking und dem Gewandhaus in Leipzig. Er gastierte dann auch bei den Festspielen in Ravenna, Salzburg, Spoleto, Tanglewood, und Verbier und unternahm internationale Tourneen mit dem Australian Brandenburg Orchestra (Australien), der Kölner Akademie (China) und dem Venice Baroque Orchestra (Europa, Japan, Nord- und Südamerika).

Avital pflegt enge Beziehungen zu mehreren Künstlern, die seine Aufgeschlossenheit für neue musikalische Wege teilen, darunter der Cembalist Mahan Esfahani, die Akkordeonistin Ksenija Sidorova und der Perkussionist Itamar Doari. Höhepunkte der letzten Jahre waren unter anderem Recitals mit Esfahani in der Wigmore Hall sowie in Deutschland, Österreich und der Schweiz; ausgedehnte "Between Worlds"-Tourneen durch Europa, Südamerika, Taiwan und die USA mit Sidorova und Doari; Konzerte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Atlanta Symphony Orchestra, Israel Philharmonic Orchestra und Mahler Chamber Orchestra.

Mit Omer Avital gab er im März 2017 Konzerte in Nordamerika und wird mit ihm im Juni, Juli und Oktober 2017 eine Europatournee unternehmen, die Auftritte in der Wigmore Hall, im Wiener Konzerthaus und im Athener Megaron einschließt. Die beiden Musiker gastieren zudem beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dessen diesjähriger Artist-in-Residence Avi ist. Er wird dort bei insgesamt zwanzig Veranstaltungen mitwirken, die ein breites Spektrum an Aufführungen bieten: von Solo-Recitals und Duo-Auftritten mit Esfahani bis zu einem Workshop und Auftritten mit Feidman und Kremerata Baltica – zwanzig wunderbare Gelegenheiten, seine Leidenschaft für die Mandoline zu feiern.

4/2017