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Antonio Salieri Biografie

Antonio Salieri (* 18.8.1750, Legnano; † 7.5.1825, Wien) ist einer der erfolgreichsten Komponisten der italienischen Oper der Spätbarocks. Als Kind einer Kaufmannsfamilie wurde er schon früh von seinem Bruder Francesco in die Musikwelt eingeführt. Er lernte Violine, Cembalo und Gesang und ging dann nach dem Tod seiner Eltern nach Padua und Venedig. Als Schüler von Florian Leopold Gassmann ging er 1766 nach Wien und kam bei Hofe mit dem Librettisten Pietro Metastasio und dem Komponisten Christoph Willibald Gluck zusammen, der ihn weiter förderte. Von 1774 an war Antonio Salieri kaiserlicher Kammerkomponist, 1788 - 90 Hofkapellmeister und bis 1824 Leiter der Hofsängerkapelle.

Seit den 1770er Jahren unternahm Antonio Salieri zahlreiche Italienreisen und entwickelte sich zum Spezialisten der italienischen Oper und zum angesehenen Komponisten von Kirchenmusik. Er hatte großen Erfolg mit seinen mehr als 40 Opern. Bekannt wurden etwa „Armida“ (1771), „Les Danaïdes“ (1784), „La Grotta di Trafonio“ (1785), „Tarare“ (1787) oder auch „Falstaff ossia le tre burle“ (1799), wobei sich sowohl reformistische Elemente wie Modifikationen der Opera buffa darin finden ließen. Darüber hinaus schrieb Antonio Salieri Oratorien wie „La passione di Gesù Cristo“ (1776), Messen, einige Klavierkonzerte, ein beliebtes „Konzert für Flöte, Oboe und Orchester“ (1774), mehrere Bläserserenaden und Divertimenti.

In der zweiten Lebenshälfte von 1800 an zog sich Salieri von der Bühne zurück und konzentrierte sich auf die Gestaltung von Vokalmusik und auf seine pädagogische Arbeit. Salieri unterrichtete unter anderem Ludwig van Beethoven, Carl Czerny, Franz Liszt und Johann Nepomuk Hummel, galt außerdem als ausgezeichneter Gesangslehrer und verfasst unter anderem eine eigenen Gesangsschule. Er starb 1825 nach schwerer Krankheit als hoch angesehener Komponist seiner Generation. Das Gerücht, er habe Mozart vergiftet, entspringt der Phantasie nachfolgender Generationen.