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Die ganze Welt der Magdalena Kožená

Magdalena Kozená
© Mathias Bothor / DG
12.04.2013
Eine Pianistenlaufbahn strebte Magdalena Kožená ursprünglich an. „Als ich drei Jahre alt war, verliebte ich mich in das Klavier, weil der Klavierlehrer in unserem Kindergarten außerordentlich gut spielte. Sofort war für mich klar, dass ich Pianistin werden wollte“, erinnert sie sich. Doch mit zwölf musste sie von diesem Traum Abstand nehmen, als sie unmittelbar vor ihrer Aufnahmeprüfung am Konservatorium ihrer Heimatstadt Brno eine schwere Handverletzung erlitt. „Da ich schon immer im Kinderchor gesungen hatte, entschied ich mich, eine Gesangsprüfung abzulegen.“ Kožená studierte beide Fächer und entschied sich am Ende für den Gesang. Damit traf sie zweifelsohne die richtige Entscheidung, denn heute zählt sie zu den führenden Mezzosopranen der Welt.
Anhaltende Experimentierfreude
Bereits 1995, im Jahr ihrer Diplomprüfung, gewann die Tschechin den 6. Internationalen Mozart-Wettbewerb in Salzburg. Der große Durchbruch gelang ihr 2000, als sie bei den Wiener Festwochen für die erkrankte Anne Sofie von Otter als Nero in Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ einsprang. Seit 1997 veröffentlicht das Label Archiv Produktion die Früchte ihres leidenschaftlichen Engagements für die Musik des Barock, so etwa Alben mit Werken von Bach, Händel und Vivaldi. Für ihr erstes Solo-Recital als Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon mit Liedern der tschechischen Komponisten Dvořák, Janáček und Martinů erhielt sie 2001 den Gramophone Award. In hoch gelobten Einspielungen widmete sie sich ferner der Klassik, der französischen Romantik und Liedern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit jedem Album geht Magdalena Kožená unerwartete Wege. Immer wieder aufs Neue überrascht sie mit ihrer musikalischen Wandlungsfähigkeit.
Staunenerregende Bandbreite
Anlässlich des bevorstehenden 40. Geburtstags Magdalena Koženás würdigt Deutsche Grammophon die Ausnahmekünstlerin mit der 2CD-Edition „The Art of Magdalena Kožená“. Die Sängerin selbst nahm die Auswahl vor; staunenerregend sind Vielfalt und Geschmackssicherheit ihrer Zusammenstellung. Arien von Vivaldi, Bach, Händel, Mozart, Massenet und Bizet finden sich hier ebenso, wie Lieder, Orchesterlieder und Duette, u.a. von Janáček, Monteverdi, Dvořák, Mahler und Ravel. Das Repertoire der Kožená erstreckt sich von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert – sie singt auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Besondere Höhepunkte bleiben die Liedvorträge in ihrer Muttersprache. „Die meisten Sänger wagen sich nicht an die tschechische Musik heran”, sagt sie. „Doch ich empfinde es fast als Verpflichtung, diese Musik dem ausländischen Publikum zu präsentieren.“ Eine Reihe hier in Auszügen vorgestellter Aufnahmen, Ravels „Shéhérezade“, Mahlers Rückert-Lieder, Dvořáks Biblische Lieder und Mozarts „Hochzeit des Figaro“, entstand mit den Berliner Philharmonikern und Koženás Ehemann Sir Simon Rattle.

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