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Daniel Hope spielt künftig eine Guarneri del Gesù

Daniel Hope
© Harald Hoffmann/DG
20.10.2011
Der Klang einer echten Gesù versetzt Kenner in höchstes Verzücken. Denn viele sehen Maestro Giuseppe Guarneri, genannt “del Gesù”, als den heimlichen König des Goldenen Zeitalters der italienischen Geigenbaukunst in Cremona an, wo seine Familie Tür an Tür mit den Amatis, Stradivaris, Bergonzis und Ruggeris lebte und Instrumente schuf, deren Perfektion und Klang bis heute als unerreicht gelten.

Jetzt hat sich auch Stargeiger Daniel Hope einen lang gehegten Traum erfüllt: Wie er in seiner Kolumne im Magazin Cicero mit schwärmerischem Ton berichtet, wird er künftig auf einer der von “del Gesù” gefertigten Geigen spielen, deren Zahl heute weltweit auf nur noch knapp 200 geschätzt wird. Über den Moment der ersten Berührung sagt Hope: “Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, eine Geige nicht beherrschen zu müssen. Im Gegenteil, sie nahm mich einfach an die Hand und führte mich. Plötzlich schien alles möglich zu sein, jede Klangvariante, jede Ausdrucksform.“

Auf dem wertvollen historischen Instrument hatte einst Karol Lipiński gespielt, der polnische Kontrahent Niccolò Paganinis. Lipińskis Virtuosität hatte Zeitgenossen wie Liszt, Chopin und Schumann in den Bann geschlagen; letzteren gar so sehr, dass er dem Polen seinen Carnaval, op. 9 widmete. Nun ist es an Daniel Hope, die “Ex-Lipiński” im Konzertsaal zum Klingen zu bringen.

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