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20.01.2010

Ade, Elisabeth Söderström

Elisabeth Söderström, Ade, Elisabeth Söderström Vladimir Ashkenazy Elisabeth Söderström ©Vladimir Ashkenazy

Gerade zwanzig Jahre alt war Elisabeth Söderström, als sie 1947 in Mozarts Singspiel „Bastien und Bastienne“ am Schlosstheater Drottningholm debütierte. Damals hatte sich die Tochter schwedisch-russischer Eltern nach anfänglichem Privatunterricht gerade erst an der Königlichen Musikakademie in Stockholm eingeschrieben und sollte noch weitere zwei Jahre studieren.

Elisabeth Söderström entwickelte sich jedoch schnell zu einer gefragten Sopranistin, die bereits 1949 fest an die Königliche Oper in Stockholm engagiert wurde, der sie bis 1980 die Treue hielt. Denn sie hatte nicht nur eine klare, ebenmäßige, wenn nötig leidenschaftlich intonierende Stimme, sondern gehört auch zu den besonders sorgfältigen Sängerinnen ihres Fachs, der Textverständnis und darstellerische Prägnanz mindestens ebenso wichtig war wie virtuose Präsentation.

So sang Elisabeth Söderstöm im Laufe der Jahre an allen großen Häusern der Opernwelt von London bis New York, galt als bevorzugte Interpretin nicht nur von klassischem Repertoire, sondern auch von Uraufführungen etwa von Werken Heinrich Sutermeisters, und war von 1957 an häufiger und umjubelter Gast des Festivals im britischen Glyndebourne.

Elisabeth Söderström war ein Star ihrer Ära und sie hat viele ihrer großen Bühnenmomente auch auf Platten festgehalten. Zu ihren bekanntesten und besten Aufnahmen zählen unter anderem der Janaček-Zyklus mit Sir Charles Mackerras auf Decca.

Elisabeth Söderström, die nach einem Schlaganfall an Altersdemenz litt, starb, von der Musiköffentlichkeit weitgehend unbemerkt, bereits am 20.November 2009 im Alter von 82 Jahren in Stockholm. Mit ihrer wunderbaren Musik wird sie den Opernfreunden immer in Erinnerung bleiben.