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14.10.2009
111 Jahre Deutsche Grammophon

Ein Fest der Musik

111 Jahre Deutsche Grammophon, Ein Fest der Musik © Deutsche Grammophon Deutsche Grammophon 111 © Deutsche Grammophon

Als Emil Berliner 1887 die Schallplatte erfand und damit die Reproduktion und weiträumige Verbreitung von Musik einleitete, wird er womöglich geahnt haben, was für eine ästhetische und künstlerische Revolution er lostrat. Gemeinsam mit seinem Bruder Joseph jedenfalls übernahm er im Dezember 1898 den Direktorenposten einer neu gegründeten, aufstrebenden Firma mit Sitz in Hannover, die mit in Amerika hergestellten hydraulischen Pressen die Schellackplatten für die ebenfalls neu ins Leben gerufene Londoner Grammophone Company herstellen sollte. Das war der Starschuss für eine der renommiertesten und profiliertesten Plattenfirmen der Tonträgergeschichte, die Deutsche Grammophon. Sie wurde zur Heimat zahlreicher innovativer, kreativer Künstler, ein Markenzeichen für technische und interpretatorische Qualität, und begeht das 111.Jahr ihres Bestehens nun mit einer spektakulären Editionsserie, die mit vier exklusiven Boxen das Jubiläum feiert.

Und natürlich gibt es viel zu erzählen. Die Geschichte der Deutschen Grammophon und ihrer Künstler füllt immerhin 224 Seiten und ist in der Buchedition „State of the Art – die Geschichte von Deutsche Grammophon“ jetzt schon ein Sammlerstück. Da kann man lesen von den vielen Schritten, die mit zunehmender Geschwindigkeit in einer Wechselwirkung von technischer Entwicklung, künstlerischer Meisterleistungen und visionärer Produzentenarbeit die klassische Musik inspiriert und für viele Menschen zugänglich gemacht haben. So war es beispielsweise 1902 bereits eine Sensation, dass sich der berühmteste Tenor seiner Zeit, Enrico Caruso, dazu überreden ließ, zehn Arien in den Trichter des Aufnahmestudios zu schmettern. Wesentlich leichter wurde es für die Künstler dann von 1925 an, nach der Erfindung des elektroakustischen Mikrofons, das plötzlich ganz andere qualitative Maßstäbe setzte. Kurz darauf entstanden die ersten Aufnahmen von Wilhelm Furtwänger, und auch Bruno Kittel wagte umfassende Einspielungs-Projekte wie etwa von Beethovens „Missa Solemnis“, die auf elf Schlellack-Platten Platz hatte.

So ging es voran, hin zur ersten Magnetbandaufnahme (1946), zur Langspielplatte (1951), zur Stereo-Wiedergabe (1956), der Musikkassette (1965) und schließlich dem Aufbruch ins digitale Zeitalter, das 1982 mit Herbert von Karajans Aufnahme von Richard Strauss' „Eine Alpensymphonie“ begann. Es ist eine Geschichte von großen Stars wie Sarah Bernhardt und Wilhelm Backhaus, Wilhelm Kempf und Claudio Arrau, Dietrich Fischer-Dieskau und Fritz Wunderlich, Martha Argerich und Vladimir Horovitz, die bis in die Gegenwart weiterreicht zu den Koryphäen unserer Tage wie Anna Netrebko, Thomas Quasthoff, Jonas Kaufmann oder auch Lang Lang. Sie hat so viele Höhepunkte der klassischen Musik hervorgebracht, dass es für das Redaktionsteam der Jubiläumsausgaben eine wirkliche Herausforderung war, sich auf einige davon zu beschränken – und das, obwohl alle Editionen bereits in großem Umfang Musik präsentieren.

Das Schmuckstück für Sammler ist dabei die „111 Years Of Deutsche Grammophon – 111 Meisterwerke“, eine Box mit 55 Original-CDs im Originalcover, die in limitierter Auflage einen umfassenden Querschnitt durch die wichtigsten Aufnahmen seit Einführung der Langspielplatte gibt. Hier kommen Perlen des Repertoires wie Pierre Fourniers Einspielung der Bach'schen „Cello-Suiten“ und das legendäre Moskau-Konzert von Vladimir Horowitz ebenso zu Gehör wie große sinfonische Ereignisse unter der Leitung von Koryphäen wie Claudio Abbado, Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Pierre Boulez oder Eugen Jochum. Kammermusik hat ihren Platz wie mit dem Emerson String Quartet, die Pioniere der Alten Musik und des Barocks wie John Eliot Gardiner, Marc Minkowski, Reinhard Goebel und Paul McCreesh sind mit von der Partie, ebenso die großen Solisten von Sviatoslav Richter und Maurizio Pollini bis Hillary Hahn und Anne-Sophie Mutter. Die Stars von heute sind dabei wie Lang Lang, Hélène Grimaud und natürlich auch die schönen Stimmen von Fritz Wunderlich bis Anna Netrebko und Rolando Villazón – kurz: Die „Collector's Edition“ ist eine einmalige Zusammenstellung faszinierender Momente der klassischen Musik, die jede Musiksammlung schmückt und komplettiert.  

Ebenfalls grandios sind die beiden anderen Boxen der Jubiläums-Editionen. Denn mit „111 Klassik-Hits“ wird auf 6 CDs der große Bogen von Enrico Caruso bis zu den jüngsten Stars des Repertoires wie Yuja Wang gespannt. Mit 111 Stücken von Abbado bis Zimerman kann man auf diese kurzweilige Weise einmal durch die Musikgeschichte schlendern und in das hinein schnuppern, was viele Fans der anspruchsvollem Klassik seitdem nicht mehr los gelassen hat. Den Bogen zu der Bildern schließt schließlich die Box mit „11 Klassik-Filme“. Ebenfalls in limitierter Auflage sind dabei auf 13 DVD Meilensteine der Aufführungs- und Konzertgeschichte in einer Sammlung vereint, deren Spektrum von Wilhelm Furtwänglers berühmter „Don Giovanni“-Version von 1954 bis hin zu Anne-Sophie Mutters Violinkonzerten von Mozart und Schmankerln wie Claudio Abbados Interpretation von „Peter und der Wolf“ mit Sting als Sprecher reicht. So gibt es viele Gründe zum Feiern – für die Deutsche Grammophon, weil sie die ersten 111 Jahre erfolgreich gemeistert hat, und für die Freunde der klassischen Muse, weil sie kaum jemals zuvor mehr fantastische Musik in derart attraktiver Form genießen konnte.

Wenn Sie mehr über die Deutsche Grammophon und ihre 111-jährige Geschichte erfahren möchten, dann besuchen Sie die Seite der Deutschen Grammophon bei KlassikAkzente.