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16.09.2009
ECM Sounds

40 Jahre ECM - Highlights Teil 5

ECM Sounds, 40 Jahre ECM - Highlights Teil 5 © ECM Records / Universal Music Logo 40 Jahre ECM (Edition of Contemporary Music) www.ecm40.de

Tomasz Stanko Quartet – Suspended Night

Für den Trompeter Tomasz Stanko war sein junges Quartett eine Form von Neustart. Allerdings hatte er das junge polnische Trio um den Pianisten Marcin Wasilewski bereits seit Mitte der Neunziger unter seinen Fittichen und spielt mit den Newcomern vor allem die Konzerte in seiner polnischen Heimat. Erst im folgenden Jazzjahrzehnt machte er sie jedoch international zu seiner bevorzugten Band. “Suspended Night” erschien im Februar 2004 und setzte mit einer zehnteiligen Suite und dem “Song for Sarah” als Nachwort die Wegmarke für die kommenden Jahre. Hier musizierten vier in sich verschränkte musikalische Charaktere faszinierend intensiv miteinander, fusionierten Kammerjazz und gestalterische Freiheit zu einer ureigenen Klangsprache mit wunderbar feinsinnigem Fluss der Impressionen.

Anouar Brahem: Thimar

“Thimar” wurde ein großes Album. Lange schon hatte der tunesische Oud-Meister Anouar Brahem mit verschiedenen Besetzungen die Verbindung von Orient und Okzident musikalisch gesucht. Aber erst im Zusammenspiel mit dem britischen Saxofonisten John Surman und dem amerikanischen Bassisten Dave Holland schienen sich die Grenzen zwischen den Welten aufzulösen. Da vermengten sich die Freiheit der experimentellen Improvisation mit dem Puls postboppender Modernität und der ungewohnten nordafrikanischen arabischen Linienführung zu einem neuen Ganzen, das ohne spürbare Brüche die im Kern gar nicht so gegensätzlichen Klangtraditionen zusammen brachte.

Jan Garbarek: In Praise of Dreams

Natürlich war es eine Herausforderung. Der immense Erfolg von “Officium”, bei dem Jan Garbarek gemeinsam mit den Hilliard Ensemble die Vokalpolyphonie der Renaissance mit Improvisation zusammen gebracht hatte, bestimmte die Wahrnehmung des Künstlers durch die Musikwelt. Mit “In Praise Of Dreams” ging er 2004 weit über seine bisherigen Klangräume hinaus. Der Drummer Manu Katché, inzwischen festes Mitglied von Garbareks Quartet, verhalf der Musik zu lässigen Rhythmen und gepflegten Electronic-Sounds, die er selbst mit Samples und synthetischen Einwürfen ergänzte. Die Bratschistin Kim Kashkashian wiederum sorgte für betörend ernste Farben in der Leichtigkeit, so dass ein Album entstand, das mit dezenter Noblesse Tanzhaftes, Folkloregetöntes, Kammermusikalisches mit zeitgemäßen Soundideen verknüpfte.

Pat Metheny Group: Travels

Manche sagen, es sei das Live-Album schlechthin. Jedenfalls waren “Travels” drei famose Studio-Alben voraus gegangen, die über ein Jahrfünft hinweg eine Band zusammen geschweißt hatte, deren schwereloser Fusion-Sound zur damaligen Zeit unerreicht war. Im Sommer und Herbst 1982 zog die Pat Metheny Group nun mit einer ausgedehnten Tournee durch die USA und ließ wenn möglich die Bandmaschinen laufen. Das Konzentrat dieser Auftritte war das Doppelalbum „Travels“, das , kaum veröffentlicht, mit einem Grammy als „Best Fusion Jazz Performance“ (1983) ausgezeichnet wurde. Tatsächlich ist das, was Metheny, Lyle Mays, Steve Rodby, Dan Gottlieb und Nana Vasconcelos als Gast auf den Bühnen präsentierten, ein Meisterstück des intuitiven improvisierenden Flows, Musik, die abhebt und gleitet wie ein Vogel im Wind.

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