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27.04.2009

Sommerträume, heiße Rhythmen

Sommerträume, heiße Rhythmen Classical Choice

Der eine findet seinen Weg selbständig durch die Labyrinthe des klassischen Repertories und ist ganz erpicht darauf, aus eigenem Antrieb Entdeckungen zu machen. Ein anderer hingegen ist froh um jemanden, der ihn an der Hand nimmt und auf die vielen wunderbaren Meisterwerke aufmerksam macht, die die Musikwelt zu bieten hat. Die erfolgreiche Reihe Classical Choice versteht sich als ein solcher Führer durch die Gärten des Hörgenusses und hat daher sowohl einzelne Werke in herausragenden Aufnahmen als auch themenbezogene Zusammenstellungen zu bieten, die für jeden Geschmack die passende Perspektive bieten. In diesem Frühjahr führen die Veröffentlichungen sowohl nach Spanien als auch an die Moldau, bringen die Hörer mit Haydn und Mendelssohn, mit Mischa Maisky, Gidon Kremer oder auch Martha Argerich zusammen.

Spanien, Land der Urlauberträume und Flamenco-Phantasien. Da hat es genügend faszinierende Musik, die Leidenschaft und Lebenslust in Melodien gefasst haben. „Spanische Nächte – Heiße Rhythmen und feurige Tänze“ beleuchtet dieses Thema einmal nicht von der nahe liegenden Seite der Gitarre, sondern aus der Sicht der Orchesterklänge. Die Sammlung hat Werke von Bizet, De Falla, Rodrigo, Gimenez, Ravel und Sarasate im Angebot und ersetzt im Notfall schon mal im Geiste einen übereilten Last-Minute-Flug an die Costa del Sol. Wer ohnehin seinen Gedanken gerne freien Lauf lässt, der könnte sich auch mit “Sommerträume - Lange Tage und laue Nächte“ wohl fühlen, einem Programm mit Werken unter anderem von Mozart, Mendelssohn, Mascagni, Grieg, Rachmaninov und Rimsky-Korssakoff und wunderbaren Solisten wie dem Geiger Gidon Kremer und dem Flötisten Partick Gallois. Dass sich mit der frühen Morgenstund, die angeblich so viel Gold im Mund haben soll, auch die Koryphäen der Klassik auseinander gesetzt haben, beweist hingegen der Sampler „Aufgewacht – Fröhlich den Tag beginnen“. So gab beispielsweise Beethoven einem Satz seiner 6. Sinfonie den Titel „Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande“ und Edward Grieg schrieb gar eine der berühmtesten Programmmusikkomposition überhaupt mit dem Titel „Morgenstimmung“ (aus Peer Gynt“).

Classical Choice hat aber auch etwas für die besonderen und späteren Stunden zu zweit zu bieten. „Cello-Träume – Romantische Klänge zum Verlieben“ bringt Mischa Maisky, einen der besten Cellisten der Gegenwart, mit dem Pianisten Pavel Gililov zusammen. Gemeinsam widmen sie sich beispielsweise in Auszügen Haydns „Konzert für Cello und Orchester“, Glucks „Reigen seliger Geister“, aber auch Miniaturen wie Schumanns “Träumerei”. “Treulich geführt – Festliche Hochzeitsmusik” hingegen präsentiert die Musik, die dann zum Tragen kommt, wenn die Romantik gezündet hat. Dabei handelt es sich um Melodien wie Wagners „Brautchor“ aus dem „Lohengrin“, Webers berühmtes „Wir winden dir den Jungfernkranz“ aus der Oper „Der Freischütz“, Händels „La Réjouissance“ aus der „Feuerwerksmusik“ oder auch um den „Blumenwalzer” aus Tschaikowskys Ballett “Der Nussknacker”.

Immer wieder überraschend ist die Virtuosität, die manche Musiker auf ungewöhnlichen Instrumenten entwickeln. “Zauber der Panflöte – Meisterwerke im neuen Klang” stellt Solisten wie Gheorghe Zamfir und Ulrich Herkenhoff in den Mittelpunkt, die sich wiederum aus ihrer Klangsicht mit Stücken von Bach, Haydn, Telemann, Händel, Albinoni oder auch Mozart beschäftigen. Ganz klassisch im eigentlichen Sinne hingegen ist die Spielkunst, die Musiker wie Ernst Ottensamer an den Tag legen. Er wendet sich gemeinsam mit Sir Colin Davis und den Wiener Philharmonikern für die CD “Klarinetten-Konzerte” einschlägigen Prachtstücken des Genres von Mozart, Weber und auch Louis Spohr zu.

Classical Choice hat aber auch die Jubilare dieses Jahres nicht vergessen. Da wäre zum einen Felix Mendelssohn, dessen Geburtstag sich im Februar zum 200.Mal jährte. Er wird mit einer wunderbaren CD geehrt, die sein „Konzert für Violine“ und das „Konzert für Violine, Klavier und Orchester“ mit fantastischen Solisten wie dem Geiger Nathan Milstein und der Pianistin Martha Argerich vorstellt. Joseph Haydn hingegen trat im selben Jahr von der Weltbühne ab, als Mendelssohn geboren wurde. Ihm wird mit drei Symphonien unter der Ägide von Herbert von Karajan und dessen Berliner Philharmonikern eine kleine Hommage zugedacht. Bleibt noch als letzter im Bunde der Tscheche Bedrich Smetana, der am 12. Mai vor 125 Jahren verstorben ist,  und dessen „Moldau“ bei Classical Choice von Antal Dorati mit vorbildlicher Verve in volltönende Musik übersetzt wurde. Fazit: Es ist tatsächlich für jeden etwas dabei, die Kuratoren von Classical Choice haben ganze Arbeit geleistet.

Mehr Informationen zu Classical Choice finden Sie hier