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25.02.2009
The Originals

Nur Original ist phänomenal

The Originals, Nur Original ist phänomenal Decca Deutsche Grammophon Philips Originals

Original, sagt der Duden, bedeute so viel wie „ursprünglich" und „echt". In weiterem Sinne auch „von besonderer, einmaliger Art". Einer Reihe von Wiederveröffentlichungen den Titel The Originals zu geben, ist daher mit einem hohen Anspruch verbunden. Denn es müssen in vieler Hinsicht ungewöhnliche Aufnahmen sein, solche, die die Klassikwelt bewegten und bis heute beeindrucken. Glücklicherweise können die Deutsche Grammophon und ihre Schwesterfirmen auf eine lange Geschichte der herausragenden Interpretationen zurückblicken. Und so hat auch die aktuelle Folge von The Originals zehn Meisterwerke der Schallplattenkunst zu bieten, die in sorgfältig remasterter Form in den Frühlingsregalen des Fachhandels und der Internetshops stehen.

Händel ist Thema. Denn der barocke Komponist aus dem thüringischen Städtchen Halle an der Saale, der im Laufe seines Lebens zu einer der wichtigsten Gestalten des englischen und europäischen Musiklebens aufstieg, starb vor 250 Jahren und wird daher weltweit mit zahlreichen musikalischen Projekten geehrt. The Originals widmet sich diesem Jubiläum mit zwei wegweisenden Einspielungen. So hatte sich John Eliot Gardiner des Oratoriums „Israel In Egypt" angenommen und zusammen mit „Zadok The Priest" und „The King Shall Rejoice" in einer bewegenden Fassung gemeinsam mit den English Baroque Solists, dem Monteverdi Choir und einer Reihe von herausragenden Solisten von Holton über Priday bis Deam eingespielt. Trevor Pinnock wiederum interpretierte als Spezialist für historische Aufführungspraxis Anfang der Achtziger gemeinsam mit The English Concert die „Wassermusik" und „Feuerwerksmusik" in einer bislang ungehört authentischen Weise, die sich prompt zu einem Bestseller entwickelte.

Jubilar Nummer zwei dieses Frühlings ist der Ahnherr der Wiener Klassik Joseph Haydn. Hier begeht die Musikwelt den 200.Todestag als Erinnerungsdatum und die Serie The Originals feiert ihn ebenfalls mit zwei außergewöhnlichen Aufnahmen. Zum einen hatte der gebürtige Ungar, Dirigent und Haydn Spezialist Antal Dorati nicht nur einen umfangreichen Zyklus mit Opern des Komponisten vorgelegt, sondern 1976 auch eine herausragende Einspielung der „Schöpfung" verwirklicht, die unter anderem Lucia Popp als Erzengel Gabriel und Kurt Moll als Erzengel Raphael von den Mikrofonen versammelte. Alfred Brendel wiederum, der im vergangenen Herbst sich mit einer Welttournee endgültig von den internationalen Konzertbühnen verabschiedete, hatte sich in den späten Siebzigern der Aufnahme von „11 Klaviersonaten" Joseph Haydns gewidmet, die nun als 4CD Box in der Reihe The Originals wieder erhältlich sind. Und noch ein Pianist wird in dieser Veröffentlichungsserie in den Mittelpunkt gestellt. Anno 1972 wandte sich Arturo Benedetti Michelangeli einigen Kapiteln des Klavierwerks von Frédéric Chopin zu. Die „10 Mazurken", das „Prélude op.54", die „Ballade op.23" und das „Scherzo op.31" gelangen ihm in einer derart phänomenal individuellen Weise, dass diese Einspielung bereits kurz nach der Veröffentlichung als Meisterwerk in den Annalen der Schallplattengeschichte einging.

Die übrigen fünf Titel der Frühjahrskollektion von The Originals widmen sich mit Ausnahme der famos virtuosen Einspielung der „24 Capricci op.1" von Niccólo Paganini durch den russisch-israelischen Geiger Shlomo Mintz ausgesuchten Höhepunkten des Vokal-Repertoires. Dem Belcanto huldigen beispielsweise das „Italian Songbook", das die römische Mezzo-Sopranistin Cecilia Bartoli zusammen mit James Levine am Klavier eingespielt hatte, ebenso wie die Aufnahme von Donizettis Oper „La Fille du Régiment" mit Joan Sutherland und Luciano Pavarotti als Solisten und dem Orchester des Royal Opera House, Covent Garden. Peter Schreier ist der Star der Aufnahme von Hector Berioz' „Requiem", das Charles Munch mit dem Chor und dem Symphonieorchester der Bayerischen Rundfunks verwirklicht hatte. Und längst ein Klassiker ist natürlich Eugen Jochums Dirigat von Wagners „Meistersinger von Nürnberg" mit dem Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin, das unter anderem Koryphäen wie Dietrich Fischer-Dieskau, Plácido Domingo, Christa Ludwig und Catarina Ligendza in einem Solisten-Ensemble zusammen brachte.

Mehr Infos unter www.the-originals-serie.de

Auch der aktuelle Originals-Katalog 2009 steht zum downlaod bereit. Es genügt ein Klick auf diesen Link.