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14.10.2005
Anne-Sophie Mutter

Biografie Anne-Sophie Mutter

Große Bedeutung hat für Anne-Sophie Mutter die Arbeit an medizinischen und sozialen Problemen unserer Zeit. Sie unterstützt diese Anliegen durch regelmäßige Benefizkonzerte. Anne-Sophie Mutter wurde mit zahlreichen hohen Auszeichnungen geehrt. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, des Bayerischen Verdienstordens, der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst. 2002 erhielt sie den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst sowie den Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München. 2003 verlieh ihr das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Auszeichnung »Pro Meritis Scientiae et Litterarum«. 2005 wurde sie vom französischen Kultusminister zum »Officier de l'Ordre des Arts et des Lettres« ernannt und 2006 erhielt sie in Straßburg den Klassikpreis der Victoires de la Musique. 2008 erhält die Geigerin den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis; die Hälfte des Preisgeldes wird sie der »Anne-Sophie Mutter Stiftung« spenden, die in diesem Jahr mit dem Ziel errichtet wird, die weltweite Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses weiter zu stärken. Zudem wird Anne-Sophie Mutter für ihre »einzigartige Musikalität und Interpretationskunst und ihren unermüdlichen Einsatz für die klassische Musik« der Leipziger Mendelssohn-Preis verliehen. Ihre Aufnahmen wurden mit zahllosen Preisen ausgezeichnet.

1986
Berufung auf den internationalen Lehrstuhl für Violinstudien an der Royal Academy of Music in London. Spielt Uraufführung von Lutosławskis Chain 2 mit dem Collegium Musicum Zürich unter Leitung von Paul Sacher, dem das Werk gewidmet ist

1987
Gründet die Rudolf-Eberle-Stiftung, die junge Streicher europaweit fördert. Dieser Stiftung wurde im Herbst 1997 der in München beheimatete Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter Stiftung zur Seite gestellt

1988
Bringt Norbert Morets En rêve zur Uraufführung; ihre Aufnahme des Werks erscheint 1991. Veröffentlichungen: Violinkonzerte von Strawinsky und Tschaikowsky sowie Lutosławskis Chain 2 und Partita for violin, piano and orchestra. Ausgedehnte Recital-Tournee durch Kanada und die USA

1990
Das in London und Stuttgart stattfindende Anne-Sophie Mutter Festival zeigt mit Werken vom Barock bis zur zeitgenössischen Avantgarde die Vielseitigkeit der Künstlerin

1991
Aufnahme und Veröffentlichung von Bartóks Violinkonzert Nr. 2

1992
Auftritte bei den Festivals von Tanglewood und Ravinia in den USA. Spielt die Uraufführung von Wolfgang Rihms Gesungene Zeit; die Aufnahme des Werks erscheint zusammen mit dem Violinkonzert von Alban Berg (Internationaler Schallplattenpreis Frankfurt 1993; Grammy, Edison, Classic CD Awards 1994; Golden Harmony Award 1995)

1993
Veröffentlichung der CD Carmen-Fantasie mit Levine und den Wiener Philharmonikern

1994
Uraufführung von Sebastian Curriers Aftersong mit Lambert Orkis in Kiel

1995
Uraufführung von Pendereckis Metamorphosen mit dem Leipziger MDR Sinfonieorchester unter Leitung von Mariss Jansons. Veröffentlichung des Violinkonzerts und anderer Werke von Sibelius mit der Staatskapelle Dresden unter Leitung von Previn (CD Compact Award, Barcelona, 1996; Edison Award 1997)

1996
CD-Veröffentlichung des Berlin Recital mit dem Pianisten Lambert Orkis

1998
Widmet sich ausschließlich Beethovens Violinsonaten, die sie weltweit mit Orkis aufführt (Echo-Preis 1999; Grammy 2000). Zu den weiteren Veröffentlichungen gehört die Ersteinspielung von Pendereckis Zweitem Violinkonzert, das der Geigerin gewidmet ist; der Komponist selbst dirigiert das London Symphony Orchestra (Grammy 1999)

1999
Veröffentlichung von Vivaldis Vier Jahreszeiten mit Mutter als Solistin und Dirigentin der Trondheim Soloists (Amadeus Music Award, Golden Harmony Award 2000)

2000
Projekt mit dem Titel Back to the Future: eine Retrospektive großer Violinwerke des 20. Jahrhunderts mit Konzerten in den USA und Europa sowie der Veröffentlichung einer CD. Tournee und Aufnahme von Recital 2000 - Werke von Prokofjew, Crumb, Webern und Respighi mit Orkis (CD Compact Award, Barcelona, 2000). Spielt in London die Uraufführung von Pendereckis Violinsonate, die in ihrem Auftrag entstanden ist

2001
Aufführung von Mozarts sämtlichen Violinkonzerten an zwei Abenden als artist-in-residence in der New Yorker Carnegie Hall sowie mit den Wiener Philharmonikern, die sie dabei selbst führt, in Wien und Deutschland

2002
Aufnahmen u. a. von Gershwin, Brahms, Fauré und Kreisler sowie von Tango Song and Dance, das Previn für sie komponiert hat. Auf einer Tournee durch Deutschland und die Schweiz spielt sie mit Orkis und Lynn Harrell Klaviertrios von Beethoven, Brahms und Mendelssohn. Uraufführung des Violinkonzerts, das Previn für sie geschrieben hat; bei der Ersteinspielung leitet der Komponist selbst das Boston Symphony Orchestra (Grammy 2005). Spielt in der Londoner Royal Festival Hall die stürmisch gefeierte Uraufführung des ihr gewidmeten Sur le même accord von Henri Dutilleux; Kurt Masur dirigiert die Aufnahme mit dem Orchestre philharmonique de Radio France (Echo-Preis 2005 »Welt-Ersteinspielung des Jahres«). Spielt das Beethoven-Konzert mit Masur und den New Yorker Philharmonikern; die Aufnahme erhält 2002 einen CD Compact Award, Barcelona, und 2003 einen Echo-Preis. Spielt und leitet die fünf Mozart-Konzerte mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen

2003
Deutschland-Tournee mit den Münchner Philharmonikern unter Leitung von Previn und Europa-Tournee mit Previn und Harrell. Aufführungen von Previns Violinkonzert mit den Osloer Philharmonikern unter der Leitung des Komponisten in zahlreichen europäischen Städten. Die CD Tango Song and Dance stellt das Programm einer Europa-Tournee mit Orkis vor. Aufführungen und Einspielung des Tschaikowsky-Konzerts mit Previn und den Wiener Philharmonikern. Ebenfalls unter Previns Leitung spielt sie in Berlin Beethovens Violinkonzert mit den Berliner Philharmonikern

2004
Auftritte mit vielen der größten Orchester und Dirigenten der Welt. Sie spielt dabei zeitgenössische Werke, die für sie komponiert oder ihr gewidmet sind - von Dutilleux (Sur le même accord, u. a. nordamerikanische Erstaufführung), Lutosławski (Partita, Interludium, Chain 2), Rihm (Gesungene Zeit) und Previn (Violinkonzert »Anne-Sophie«) -, aber auch traditionelle Konzerte und Kammermusik. CD-Veröffentlichung: Konzerte von Korngold und Tschaikowsky mit Previn und dem London Symphony Orchestra bzw. den Wiener Philharmonikern

2005
Die Spielzeit 2005/06 bietet eine umfassende Hommage an Mozart: Anne-Sophie Mutter spielt und leitet die fünf Konzerte und die Sinfonia concertante (mit Yuri Bashmet) mit der Camerata Salzburg und dem London Philharmonic Orchestra; mit Orkis spielt sie die Violinsonaten auf einer Welttournee; mit Previn und Müller-Schott führt sie Mozarts Klaviertrios in Europa auf. Auf ihrem Programm stehen zudem die Violinkonzerte von Beethoven, Previn und Korngold, die sie unter Leitung von Previn mit dem London Philharmonic Orchestra und den Osloer Philharmonikern spielt; hinzu kommt das Beethoven-Konzert mit Masur und dem London Philharmonic Orchestra. Echo-Preise in den Kategorien »Instrumentalistin des Jahres« (Konzerte von Tschaikowsky und Korngold) und »Welt-Ersteinspielung des Jahres (für Dutilleux' Sur le même accord)

2006
Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra und Masur (Beethoven) in Großbritannien, Irland und den USA; mit dem Ensemble Intercontemporain und Pierre Boulez (Rihm: Gesungene Zeit) in der Schweiz; mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und Previn (Beethoven) in Stuttgart. Beim Lucerne Festival feiert sie das 30-jährige Jubiläum ihres Konzertdebüts mit Recitals, begleitet von Orkis: Auf dem Programm stehen Violinsonaten von Mozart, die sie auch in ganz Europa, den USA und Fernost aufführt. Bei weiteren Konzerten im Rahmen des Mozart-Jahres leitet sie das Tivoli Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra und das Guangzhou Symphony Orchestra. Veröffentlichungen: Klaviertrios von Mozart mit Previn und Müller-Schott sowie auf 4 CDs Violinsonaten des Komponisten mit Orkis; auf DVD: Jeweils ein Doppel-Album mit Mozarts Violinkonzerten und den Violinsonaten

2007
Konzerte mit Previn und den Wiener Symphonikern (Beethoven) in Wien, dem Concertgebouw Orkest (Tschaikowsky) in Amsterdam und Deutschland sowie dem London Symphony Orchestra (Gubaidulina) in London; mit Masur und dem Orchestre national de France in Paris und Madrid (Previns Konzert »Anne-Sophie«); und mit Maazel und dem New York Philharmonic Orchestra (Berg) in New York. Sie leitet das London Philharmonic Orchestra in Luxemburg und Manchester (Mozarts Konzerte Nr. 1, 3 und 5) und die Trondheim Soloists auf Europatournee mit einem Bach-Programm und spielt Brahms beim Festival in Verbier. Weitere Aufführungen von Mozarts Violinsonaten mit Orkis in Deutschland und der Schweiz. Im April bringt sie Previns Konzert für Violine und Kontrabass mit Roman Patkoló und dem Boston Symphony Orchestra unter Leitung des Komponisten zur Uraufführung; im August spielt sie die Uraufführung von Sofia Gubaidulinas Violinkonzert In tempus praesens mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle beim Lucerne Festival. Veröffentlichungen: Simply Anne-Sophie - eine imponierende Zusammenstellung aus ihren Aufnahmen für Deutsche Grammophon, eine 5-DVD-Box mit Mozarts Violinkonzerten, Violinsonaten und Klaviertrios sowie eine DVD mit den Klaviertrios

2008
Am Beginn des Jahres steht ein Wohltätigkeitskonzert mit den Berliner Philharmonikern unter Ozawa, mit dem sie eine Europatournee anlässlich des 100. Geburtstags Herbert von Karajans unternimmt. Weitere Auftritte u. a. mit dem Orchestre national de France und Masur in Essen und Paris, dem Gewandhausorchester Leipzig und Masur in Leipzig sowie dem London Symphony Orchestra und Previn. In der Doppelfunktion als Solistin und Dirigentin tritt sie bei einer USA-Tournee mit der Camerata Salzburg auf, auf einer Fernost-Tournee mit den Trondheim Soloists (Bachs Violinkonzert Nr. 2, Vivaldis Vier Jahreszeiten) und beim Lucerne Festival. Geplant sind Recitals mit Bashmet und Harrell in Madrid und Deutschland (Streichtrios von Beethoven) sowie mit Orkis auf USA-Tournee und in Deutschland, Dänemark, Zürich und Wien (Brahms' Violinsonaten). Veröffentlichung: mit den Trondheim Soloists spielt Anne-Sophie Mutter Bachs Konzerte BWV 1041 & 1042 und unter Leitung von Valery Gergiev präsentiert sie mit dem London Symphony Orchestra die Welt-Ersteinspielung von Gubaidulinas Violinkonzert In tempus praesens, das der Geigerin gewidmet ist

5/2008