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10.09.2008

Die Basis "Piano Masterworks" - Die größten Pianisten auf 50 CDs

Die Basis Piano Masterworks - Die größten Pianisten auf 50 CDs

Mit einem Wort: Wahnsinn! Die Zusammenstellung "Piano Masterworks" wagt das kaum Vorstellbare und bringt auf 50 CDs die größten Pianisten mit den wichtigsten Werken für ihr Instrument zusammen. Da fallen Namen wie Svjatoslav Richter und Wilhelm Backhaus, Friedrich Gulda und Emil Gilels, András Schiff und Martha Argerich, die sich der wunderbaren Welt des Klaviers von Bach bis Brahms und Schubert bis Satie annehmen. "Piano Masterworks" ist eine limitierte und einzigartige Edition, die quasi mit einem Griff die Grundlage einer faszinierenden Musiksammlung bietet.

Das Klavier ist ein rätselhaftes Instrument. Auf der einen Seite verspricht es Übersicht, Klarheit und Kontrolle. Seine Tasten bieten eine unvergleichliche Chance, Musik gegliedert zu präsentieren. 88 wohltemperierte Töne, räumlich, optisch und haptisch voneinander getrennt, vermitteln den Händen, dem Auge und dem Kopf eine Oberfläche, von der aus man ein ganzes Orchester zu Verfügung hat. Auf der anderen Seite aber hat das Klavier auch deutliche Grenzen. Es ist ein analytisches Instrument, eines der wenigen, das der Musiker nicht in seinen Händen hält, sondern dem er, quasi betrachtend, gegenübersitzt. Dementsprechend schwer ist es, ein persönliches Verhältnis dazu aufzubauen, zumal auch die Gestaltung der Töne diffizil ist. Denn die Kehrseite des Gegliederten besteht in der Unmöglichkeit, die Grenzen zwischen den einzelnen angeschlagenen Tasten zu durchbrechen. So stellte das Klavier während der vergangenen drei Jahrhunderte seiner Entwicklung auch Komponisten immer wieder vor die Herausforderung, die Autarkie gegen die mangelnde Flexibilität der Tongestaltung, die Klanggröße gegenüber der Differenzierung abzuwägen.
 
Und so war es gleich Johann Sebastian Bach, der sich mit dem "Wohltemperierten Klavier" ebensolcher Fragen der Universalität des Ausdrucks stellte und einen der Maßstäbe für das Instrument setzte. Friedrich Gulda hat es kongenial umgesetzt und leitet gemeinsam mit András Schiffs Deutungen der "Clavier Concertos" und verschiedener Miniaturen die Sammlung der "Piano Masterworks" ein. Weiter geht es dann mit dem Titanen Beethoven und dessen Sonaten in der Version von Wilhelm Kempf, Emil Gilels und Rudolf Serkin, mit dessen Klavierkonzerten, gespielt von Claudio Arrau und wieder Gulda, gefolgt von Brahms à la Arthur Rubinstein, Julius Katchen, Willhelm Backhaus und Svjatoslav Richter, Grieg im Stil von Olli Mustonen, Chopin in der legendären Einspielung mit Martha Argerich und vielem, vielem mehr. Tatsächlich ist die Zusammenstellung der "Piano Masterworks" eine Schatztruhe der Musikkultur, mit der man Gershwin (André Previn) und Liszt (Jean-Yves Thibaudet), Mendelssohn (Daniel Barenboim) und Mozart (Clara Haskil), Rachmaninow (Zonán Kocsis) und Ravel (Pascal Rogé), Schubert (Yevgeny Kissin) und Schumann (Alicia de Larrocha) entdecken kann. Es ist ein Füllhorn der großen musikalischen Stunden, der genialen Interpretationen, der zeitlosen Meisterwerke. Mit einem Wort: Wahnsinn!

Mehr Informationen zu den Künstlern auf dieser Veröffentlichung finden Sie hier