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16.07.2008

Musik von anderswo

Musik von anderswo

Menschen lieben das Geheimnisvolle. Unbekannte Flugobjekte und Wunder, außerirdische Intelligenz und innermenschlich Unerklärliches, überhaupt alles, was sich dem Rationalen entzieht, gehört zu den Lieblingsfeldern ganzer Literatur-. Kunst- und Entertainmentbranchen. Beliebtes Beispiel dafür ist die amerikanischen Fernsehserie "Akte X", die sich seit Jahren dem Verborgenen widmet, dem ein Team von Ermittlern hinterher forscht. Der Erfolg dieser TV-Reihe ist gewaltig und so bietet es sich an, mit dem Stoff, aus dem die Ängste sind, auch in die Kinos zu gehen. Akte X - Jenseits der Wahrheit heißt der Blockbuster zur Serie und auch der Soundtrack von Mark Snow dazu lässt ein wenig schaurig frösteln.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Zunächst sieht alles aus wie früher. Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson) haben sich länger nicht mehr gesehen, als sie die Arbeit wieder gemeinsam auf den Plan ruft. Das FBI hat einen mysteriösen, ungelösten Fall und wie bei so vielem, das sich nicht wirklich erklären lässt , müssen nun die Spezialisten für Paranormales antreten, um dem Geheimdienst zu helfen. Diesmal allerdings entwickelt sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung. Mulder ist weiterhin unerbittlich auf der Suche nach Antworten, die hochintelligente Wissenschaftlerin Scully hingegen wirft mehr Probleme auf, als die Lösungen bietet und wird schließlich selbst in die Untersuchungen hineingezogen. Da ändert sich etwas im Verhältnis der beiden Protagonisten, zumindest für die Dauer von "Akte X - Jenseits der Wahrheit". Das Drehbuch des Plots stammt aus der Feder des Schöpfers der Serie Chris Carter, der bei dieser Gelegenheit auch gleich die Führung hinter der Kamera übernahm. Wieder gelingt es ihm in charakteristischer Weise, die Geschehnisse um Grausamkeit und Tod mit einer Aura des Rätselhaften und Mysteriösen zu umgeben, wie es die Fans der Serie in Perfektion gewohnt sind. Dazu gehört auch das akustische Erscheinungsbild der "Akte X". Längst hat sich das charakteristische Motiv der Notenfolge d-a-g-a-c-a zu einem Erkennungszeichen gemausert, ähnlich der "Star Wars"-Hymne oder der Fanfare von "Indiana Jones". Mark Snow übernimmt die damit generierte Stimmung, überträgt sich auf die Klangräumlichkeit der längeren Dramaturgie und variiert die entstandene Atmosphäre in immer neuen Spielarten. So entsteht ein akustischer Assoziationsteppich, der für die Connaisseure bereits zum Auslöser eines eigenen kleinen Films im Kopf werden kann. Seine Musik entwickelt phantasievolle, sinistre Architekturen, passend zu den zuweilen finsteren Bildern auf der Leinwand, findet aber ebenso zielstrebig zum Ätherischen, zuweilen passend Psychedelischen zurück. Damit nicht genug: Zum Soundtrack gehören ein neuer Track ("Broken", feat. Gavin Clark) und der Remix des Titelthemas ("X-Files Theme") aus der Werkstatt des Lounge'n'Beats-Profis Unkle, außerdem ein brandneues Tune von Kollege Xzibit. Der Detroiter Rapstar hat für die Filmmusik sein treibendes "Dying 2 Live" skandiert und damit einen besonderen Bonus beigesteuert, mit dem es sogar etwas zu gewinnen gibt. Weitere Informationen zum Soundtrack und zum Film: Akte X- Jenseits der Wahrheit Am 25. Juli beginnt mit dem Filmstart auch eine exklusive Downloadaktion zum Akte X Soundtrack im iTunes Store!