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07.05.2008
Giacomo Puccini

Puccini kompakt

Giacomo Puccini, Puccini kompakt

Ein paar Monate dauert es noch, dann gibt es wieder ein Jubiläum zu feiern. Am 22. Dezember 2008 jährt sich Giacomo Puccinis Geburtstag zum 150. Mal und so ist es an der Zeit, eine Zusammenstellung zu kreieren, die als Werkschau auf oberstem Niveau die musikalischen Höhepunkte des berühmten Komponisten präsentiert. Das gibt es viel zu entdecken und zu genießen, zu einem Preis, der kaum Konkurrenz zu fürchten braucht.

Giacomo Puccinis erste beiden Opern "Le Villi" (1884) und "Edgar" (1889) hatten ihm bereits zu Achtungserfolgen in Mailand verholfen. Der wirkliche Durchbruch aber gelang ihm 1893, nachdem in Turin "Manon Lescaut" uraufgeführt worden war. Die Wiederaufnahme der bereits neun Jahre zuvor von Jules Massenet auf die Bühne gebrachten Vita der leichtsinnigen Schönheit aus dem Frankreich des ausgehenden Absolutismus bescherte ihm nicht nur begeisterte Kritiken, sondern auch ein Renommee, das zu Aufführungen auf berühmten Bühnen jenseits seiner italienischen Heimat führte.

So wurde er beispielsweise 1907 nach New York eingeladen, um am Metropolitan Opera House der dortigen Premiere des Stückes beizuwohnen. Es war eine grandios besetzte Inszenierung, mit Ernico Caruso als verliebtem Des Grieux und Lina Cavalieri in der Titelrolle. Puccini war hingerissen von der Ausstrahlungskraft seines Werkes und der Künstler und äußerte im Anschluss an die Vorstellung voller Emphase, er sei insbesondere vom Temperament der Manon beeindruckt gewesen, "vor allem in den Momenten großer Erregung und Emotionalität". Tatsächlich war diese Aufführung der Startschuss für eine ganze Reihe großer Inszenierungen, die in der Titelrolle Koryphäen wie Albanese, Steber, Kirsten, Tebaldi und Leontyne Price erlebte und ihnen Kollegen wie Björling, Tucker, Del Monaco und Bergonzi zur Seite stellte. Die Serie der "Manons" führte schließlich zu einer der berühmtesten Fassungen, in der sich Mirella Freni und Luciano Pavarotti gegenüber standen.
 
Doch damit nicht genug. "Manon Lescaut" blieb nur eine von zahlreichen Erfolgsopern aus Puccinis Werkstatt. In den folgenden Jahren folgten grandiose Stücke von "Tosca" bis "Turandot" und "Madame Butterfly" bis "La Bohème". Die eloquence Box "Puccini Festival" versammelt nun die wichtigsten Arien und Szenen aus allen berühmten Meisterwerken auf sieben CDs. Jeweils eine CD widmet sich den bereits erwähnten Klassikern, "Il Trittico" und "La Fanciulla Del West" komplettieren die Auswahl. Da die Zusammenstellung darüber hinaus mit den Aufnahmen aus dem Hause Deutsche Grammophon, Decca und Philips auf einige der umfangreichsten und wichtigsten Archive der Opernwelt zurückgreifen kann, liest sich die Liste der mitwirkenden Stars wie ein Who is Who der Vokalszene.

Mit dabei sind neben dem Gespann Freni/Pavarotti unter anderem Elena Souliotis, Renata Tebaldi, Carol Vaness, Roberto Alagna, Carlo Bergonzi, José Carreras, Plácido Domingo und Ramón Vargas, begleitet von renommierten Orchester unter der Leitung von Dirigenten wie Sir Colin Davis, James Levine, Zubin Mehta, Riccardo Muti und Tullio Serafin. Die Aufnahmen wurden nach dem Stand der Technik sorgfältig remastered, so dass man zum Jubiläum ein "Puccini Festival" in der Hand halten kann, das attraktiver kaum noch angeboten werden kann.