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26.03.2008
Audior

Audior - Originalklang für alle

Audior, Audior - Originalklang für alle

Viel hat sich getan während  der vergangenen Jahrzehnte. Galt früher das meiste, was sich vor den großen Werke der Romantik abgespielt hat, als altbackene Musik für Nostalgiker, zählen inzwischen die Aufführungen und Aufnahmen etwa von Barockensembles zum Modernsten, was die Interpretationsgeschichte zu bieten hat. Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hat zum einen die musikwissenschaftliche Forschung, die so manchen Irrtum der Vergangenheit ausräumen konnte, zum anderen aber auch die historische Aufführungspraxis, die die Werke früherer Jahrhunderte ordentlich entstaubt hat. Die Epochen vom Mittelalter bis zur Romantik erscheinen inzwischen frisch wie nie zuvor und die neue Reihe Audior wird sich als Ergänzung zu den beliebten Folgen der eloquence-Serie genau diesen Meisterstücken widmen - in neuem Design, aber mit bewährt exzellenter künstlerischer Qualität.

Schon die Namen der beteiligten Koryphäen ihren Fachs lassen Großes im neuen Rahmen vermuten. Denn zu den Audior-Künstlern zählen so renommierte Orchesterleiter und Solisten wie Sir John Eliot Gardiner, Christopher Hogwood, Trevor Pinnock, Tom Koopman, Reinhard Goebel, Frans Brüggen oder auch Philip Pickett. Sie haben im Laufe der vergangenen Jahre hoch gelobte Aufnahmen für die Labels Deutsche Grammophon, Archiv Production, Decca und l'Oiseau-Lyre verwirklicht, die nun in mehreren Staffeln in frischer Verpackung zum sensationellen Taschengeldbudget wieder zugänglich gemacht werden. Da sich gerade in diesem Bereich der Einsteiger-Alben für den noch jungen Klassik-Fan oder der Komplement-Aufnahmen für den erfahreneren Hörer besonders viel Auswahl vorhanden ist, bietet die Audior-Reihe einen besonderen Service.

Denn anhand eines Farbcodes in der linke oberen Ecke jeder CD lassen sich die Aufnahmen bestimmten Bereichen wie Epochen, Gattungen, Sammelprogrammen, Künstler- oder auch Instrumentenportraits zuordnen. Das erleichtert die Orientierung im eigenen Plattenschrank genauso wie beim Händler, wo sich so manches Wühlen im Regal fortan erübrigt. In Verbindung mit den bewusst perspektivisch gehaltenen Covergestaltungen entsteht auf diese Weise ein rundum lebhaftes und modernes Erscheinungsbild, das der vitalen Kunst der Vergangenheit entspricht.

Und da gibt es nun wirklich einiges zu entdecken. Die "Konzerte am Dresdener Hof" zum Beispiel mit Werken von Fasch, Heinichen, Veracini und anderen, denen sich die Musica Antiqua Köln unter der Leitung von Reinhard Goebel gewidmet hat. Oder Bachs "Brandenburgische Konzerte" in der Version der Academy Of Ancient Music unter Christopher Hogwood. Oder Mozarts "Sinfonien 40 und 41" mit den English Baroque Solists unter Sir John Eliot Gardiner. Tom Koopman widmet sich Bachs Orgelwerk und Heinz Holliger "Virtuosen Oboenkonzerten" mit Werken von Graun bis Telemann. Insgesamt 20 Titel umfasst die erste Audior-Runde mit einem Spektrum von Gregorianischen Chorälen über die erste Oper der Musikgeschichte, Claudio Monteverdis "L'Orfeo", bis hin zu Franz Schuberts "Unvollendeter" mit dem Orchestra of the 18th Century unter der Leitung von Frans Brüggen.

So entsteht ein umfassender Überblick über die faszinierenden Aufnahmen, die im Umkreis der vergangenen Jahrzehnte der historischen Aufführungspraxis entstanden sind, eine packende Einführung in die Errungenschaften des Originalklangs, die das klassische Hörempfinden nachhaltig verändert haben - das Ganze zu einem erschwinglichen Preis, der die Entscheidung für die Meisterstück von Audior leicht macht.