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12.03.2008

Mutter und Sloterdijk

Mutter und Sloterdijk

Felix Mendelssohn war mehr als nur ein Komponist. Er war Freidenker und Humanist, Musikwissenschaftler und Dirigent, ein umfassend Begabter, der seiner Zeit in mancher Hinsicht voraus war. Insofern ist es nur konsequent, dass die Stadt Leipzig mit dem undotierten, aber prestige-trächtigen Mendelssohn-Preis sowohl Musiker, als auch Denker ehrt. Am Donnerstag-Abend überreichte der Präsident der Mendelssohn-Stiftung, der Dirigent Kurt Masur, den diesjährigen Preis in der Kategorie "Musik" an die Geigerin Anne-Sophie Mutter und würdigte damit ihre herausragende Musikalität und Interpretationskunst wie auch ihr intensives Engagement für das historische wie für das moderne Repertoire.


In der Kategorie "Gesellschaft" wiederum wurde der Mendelssohn-Preis dem Philosophen und Zeitgeisttheoretiker Peter Sloterdijk zugesprochen. Der 60-jährige Professor und Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe war Anfang der achtziger Jahre mit seinem skeptischen Buchessay "Kritik der zynischen Vernunft" gekannt geworden und gehört seitdem zu den eloquentesten Analytikern der Postmoderne.