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05.03.2008

Die neue Genoveva

Juliane Banse, Die neue Genoveva

Robert Schumann gehört nicht eben zu den bekanntesten Opernkomponisten seiner Ära. Im Gegenteil: Sein einziger Versuch, sich auf das Terrain des Musiktheaters zu wagen, die 1850 uraufgeführte "Genoveva", floppte und galt bereits ihren Zeitgenossen als unaufführbar. Inzwischen aber sieht man das etwas anders und wagt zuweilen Neuinszenierungen des stigmatisierten Werkes - wie unlängst am Opernhaus Zürich.

Am 17. Februar feierte "Genoveva" in frischen Deutung unter der Regie von Martin Kusej seine Wiederaufnahme in den Reigen der romantischen Bühnendramen. Unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt boten Shawn Mathey einen unglücklich verliebten Golo und Martin Gantner einen gestrengen Hausherr Siegfried, vor allem aber Juliane Banse (Bild) eine herausragende Genoveva, deren Darstellung "durch vokale und darstellerische Anmut" (Kurier) das Premierenpublikum betörte und einmal mehr dokumentiert, dass die Sängerin, die unter anderem mit Projekten wie Kurtágs "Kafka-Fragmenten" an der Seite des Geiger András Keller internationale Erfolge feierte, zu den wichtigsten künstlerischen Persönlichkeiten ihres Fachs zählt.