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30.01.2008
Classical Choice

Classical Choice - Erste Wahl

Classical Choice, Classical Choice - Erste Wahl

Man muss ja nicht klein anfangen. Es reicht auch preiswert, hochqualitativ und auf dem obersten Niveau der Interpretation. Mit Classical Choice gibt es nun eine neue Einsteiger-Serie in die Welt der wunderbaren Klassik-Klänge, die mit viel Kompetenz und Konsequenz zusammenbringt, was mit den Möglichkeiten eines der größten Musikarchive seiner Sparte machbar ist. Auf 20 CDs präsentiert Universal Music Classics im zeitgemäß ästhetischen Gewand und fachkundig kommentiert das Fundament einer sinnvollen, genussvollen Klassik-Sammlung, in der ersten Grundlagenstaffel mit acht themenbezogenen Compilations und zwölf Aufnahmen des Basis Repertoires.

Aber was ist eigentlich die Basis der klassischen Musik? Wo fängt man an und was stellt man zunächst in den Hintergrund? Spannende Fragen für die Spezialisten, die sich an eine Art Kanon der Kulturgeschichte wagen. Zunächst die Wahl der Komponisten. Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, da besteht kein Zweifel, dass deren Werke auf den ersten Plätzen der Wertschätzung landen. Aber dann? Die Musik des Barocks beispielsweise hat zahlreiche Standards zu bieten, Stücke, deren Präsenz und Zeitlosigkeit auch nach drei Jahrhunderten von fasziniert. Also folgen den drei Säulen des Genres noch zwei Kapitelle, von Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel, die das Gebäude ausschmücken.

Der Weg in die Gegenwart führt hinein in die Romantik, in die Programmmusik eines Antonín Dvořák und Edward Grieg, die mit besonderer Raffinesse mit den Stimmungen agieren, die ein sinfonischer Klangkörper zu erzeugen vermag. Da ist der Weg nicht weit zu Ravel und Rimsky-Korsakoff, die mit den Assoziationen klangkultureller Imaginationen faszinierende Hörbilder geschaffen haben. Und ein behutsamer Schritt in Richtung Gegenwart ist auch angebracht, in Gestalt von Carl Orff, der wiederum geschickt den Bogen zurück zu den Wurzeln im Mittelalter spannt.
 
So ist der erste Schritt vollbracht. Das Repertoire an sich steht, doch nun stellt sich die Frage nach den Interpreten. Und da wiederum kann "Classical Choice" auf ein beispielloses Angebot zurückgreifen. Denn in den Archiven der Deutschen Grammophon, der Decca und Philips Classics lagert für jeden Geschmack das Richtige und häufig auch Geniales. Friedrich Guldas Interpretation von Mozarts "Klavierkonzerten Nr. 21 und Nr. 25" etwa gilt für viele Fachleute bis heute als unerreicht. Sir John Eliot Gardiners Version von Händels "Feuerwerksmusik" und "Wassermusik" ist ein Meilenstein der Historischen Aufführungspraxis, Neeme Järvis Vorstellung von Griegs "Peer Gynt-Suiten" erfüllt von inwendiger Kraft und André Previns Leitung der "Carmina Burana" voller Witz und Präsenz. Mit Herbert von Karajan und Claudio Abbado können zwei fantastische Beethoven-Spezialisten miteinander verglichen werden und Riccardo Chailly trifft mit Franco Gulli als Solisten perfekt den mediterranen Charakter von Vivaldis "Vier Jahreszeiten".

Aufgemacht sind die Alben der Reihe "Classical Choice" mit markanten Covers, kurzen und prägnanten Erläuterungen zu den Werken, einer Zeitleiste für das chronologische Verständnis und jeweils dreiteiligen Skalen der inhaltlichen Einordnung durch die Redaktion von Klassikakzente nach Kriterien wie "abwechslungsreich", "feierlich", "dynamisch" etc., die die Orientierung auch für weniger erfahrene Klassikhörer erleichtern. Der Clou aber ist der Preis: Denn die einzelnen Alben der Reihe "Classical Choice" sind zu einem Budget zu haben, das auch für den Taschengeldbeutel noch erschwinglich ist. Ein exquisiter Einstieg also in die Welt der großen Kunst für jeden, den die Neugier packt.