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12.09.2007

Zwei neue Chefs

Zwei neue Chefs

Die bundesdeutsche Kulturlandschaft hat zwei neue Chefs an wichtiger Position. Beide leiten große Ensembles und könnten während der folgenden Monate und Jahre nachhaltig das Kulturleben mitbestimmen. Der Dirigent Ingo Metzmacher gab am vergangenen Freitag mit einem Galakonzert im renovierten Großen Sendesaal des RBB seinen Einstand als neuer Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO).

Auf dem Programm standen Werke von Schostakowitsch, Bartók, Verdi, Gershwin und Ravel, ein buntes Panoptikum also mit Grundlagenwerken der musikalischen Moderne. Metzmacher knüpfte damit an die Geschichte des Orchesters und seiner Vorgänger wie Ferenc Fricsay, Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Vladimir Ashkenazy und Kent Nagano an, die das Ensemble zu einem der wichtigsten Klangkörper seiner Sparte gemacht haben. Und es war zugleich auch eine Feier des historischen Jahrestags zum 60-jährigen Bestehen des Orchesters. Denn am 7. September 1947 fand das erste öffentliche Konzert des Vorläufers des heutigen DSO statt, des damaligen RIAS-Symphonie-Orchesters.

 Ebenfalls viel Beifall und reichlich Vorschusslorbeeren konnte der zweite Neustarter der Woche für sich verbuchen. Am Sonntagabend wurde der Italiener Fabio Luisi als Generalmusikdirektor der Semperoper in sein Amt eingeführt. Mit ihm hat Dresden seit Jahrzehnten erstmals wieder einen regulären Chef des Hauses. Und auch er präsentierte sich mit einem ausgesuchten Programm. Zu hören waren nach der Uraufführung der Komposition "Balancen" von Isabel Mundry die "Sieben frühe Lieder" von Alban Berg und "Ein Heldenleben" von Richard Strauss. Damit ist Luisi Linie für Dresden vorgegeben: In den kommenden Spielzeiten wird viel zeitgenössische Musik und viel Spannendes von Richard Strauss - der zu seiner Zeit eng mit der Semperoper verbunden war - zu erleben sein.