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12.09.2007

Martha heißt jetzt Kate

Martha heißt jetzt Kate

Hollywood mag Remakes. Sie haben den Vorteil, dass eine Handlung bereits einmal ausformuliert wurde, und wenn sie ein Erfolg war, sich mit ein wenig Phantasie ebenfalls gelungen adaptieren lässt. Das Original zum "Rezept zum Verlieben" ("No reservations") jedenfalls heißt "Bella Martha", stammt von Sandra Nettelbeck und war vor sechs Jahren eine der meist gelobten deutschen Komödien. Nun also ist die Geschichte um die perfektionistische Chefköchin auch in den internationalen Kinos angekommen, mit Catherina Zeta-Jones in der Hauptrolle und einem Soundtrack voller wunderbarer (Opern)Melodien.

Schauplatz der Handlung ist diesmal nicht Hamburg, sondern New York. Kate ist eine erfolgreiche Köchin in einem angesehenen Restaurant, sie ist Perfektionistin und liebt ihren Job. Und sie ist allein stehend, weil sonst der ganze Stress ihres Berufs nicht zu bewältigen wäre. Als allerdings ihre Schwester tödlich verunglückt, ändert sich die Situation. Denn nun soll sie mit einem Mal für ihre neunjährige Nichte Zoe (Abigail Breslin) sorgen. Resultat dieser Situation: Kate verliert die Kontrolle über ihren Alltag, zumindest ein bisschen. Die Restaurantbesitzerin stellt daraufhin einen zusätzlichen Koch ein. Er heißt Nick (Aaron Eckhart), hat sich um den Job beworben, weil er Kates kulinarisches Können bewundert, die ihn nun allerdings als Konkurrenten sieht. Und mehr noch: Nick verkörpert eine vollkommen andere Vorstellung von Kochen, ebenso schmackhaft vielleicht, aber mit weitaus mehr Lebenslust gestaltet als Kates Vision. Er liebt Opernarien, zu denen er laut und falsch singend durch die Küche tanzt, überhaupt hat er ein Wesen, das auf seine Umwelt positiv ansteckend wirkt. Nicht nur auf die Kollegen, sondern auch auf die verschlossene Zoe. Und somit wird recht bald klar, wo der Hase lang läuft. Nick mag Zoe, Zoe mag Nick, Kate mag Zoe und bald auch Nick ...
 
Scott Hicks ("Shine", "Schnee, der auf Zedern fällt") und die Drehbuch-Newcomerin Carol Fuchs ist dabei ein rundum charmantes Remake gelungen, das nach typisch amerikanischer Vorweihnachtsfilm-Art mit großen Emotionen arbeitet. Und es hat auch einen ausgezeichneten Soundtrack bekommen, denn für die zahlreichen Passagen, die Nick als Opernliebhaber präsentieren, wurde auf Aufnahmen wie "Celeste Aida", "Nessun dorma", "Cielo e mar" mit Luciano Pavarotti, "O mio babbino caro", "Un bel di" mit Renata Tebaldi oder auch "La Donna e mobile"mit Joseph Calleja zurück gegriffen. Dazu kommen zwei Kompositionen von Philip Glass, aber auch charmant jazzende Melodien wie "Sway" von Entertainer Michael Bublé und "Via con me" vom Reibeisen-Chansonier Paolo Conte zurückgegriffen. Bei der Auswahl wundert es eigentlich niemanden mehr, dass Kate und Nick schlussendlich doch zusammen finden.