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21.03.2007

Mutiges Dresden, erfolgreiches Frankfurt

Mutiges Dresden, erfolgreiches Frankfurt

Die Semperoper Dresden geht in die Offensive. Trotz Spardruck und knappen Budgets erhöht das renommierte Haus in der kommenden Saison die Anzahl der Premieren. Gibt es in der laufenden Saison bereits vier neue Inszenierungen zu bewundern, so sollen laut Intendant Gerd Uecker in der nächsten Runde sechs neue Opern zu erleben sein.

Möglich werde dies durch eine minutiös geplante Finanzierung, die die Möglichkeiten des Budgets optimal ausschöpfe. Zwar sei die Lage der verschuldeten Spielstätte nach wie vor angespannt, wirklich zukunftsweisende Impulse aber gebe es  nur durch eine Programmpolitik, die die künstlerische Bedeutung der Semperoper international betone, was wiederum das Land Sachsen dazu anhalten solle, sich noch deutlicher als bisher für die berühmte Bühne und ihre Bedeutung zu entscheiden, hieß es zwischen den Zeilen. Zu den Highlights der kommenden Spielzeit werden dabei einige herausragende Kulturereignisse gehören. Da ist zum einen die Amtseinführung des neuen Generalmusikdirektors Fabio Luisi.

Außerdem ist ein Japan-Gastspiel mit den beiden Richard-Strauss-Opern "Der Rosenkavalier" und "Salome" geplant, ergänzt um Richard Wagners "Tannhäuser" im November, dirigiert von Jun Märkl und Fabio Luisi. Damit ist das Opernensemble erstmals seit 15 Jahren wieder auf Tour, einschließlich zweier Konzerte der Sächsische Staatskapelle, auch das ein wichtiges Zeichen für die internationale Bedeutung der Semperoper und ein selbstbewusstes kulturelles Signal der Stadt Dresden. Zu den Neuinszenierungen zählen unter anderem Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg" und  Giuseppe Verdis "Rigoletto", die beide von Fabio Luisi geleitet werden.

Ganz zufrieden im Hinblick auf die abgelaufene Saison ist Michael Hocks. Für das Jubiläumsjahr 2006 kann der Intendant der Alten Oper Frankfurt einen Besucherrekord präsentieren, der vor allem durch die Beliebtheit von klassischen Konzerten im Hause zustande kam. Ein Vierteljahrhundert nach dem Wiederaufbau des Gebäudes ist durch die Klassik-Eigenveranstaltungen die Auslastung auf 85 Prozent geklettert, ein Ergebnis mit Rekordverdacht. In Zahlen gesprochen kamen rund 450.000 Besucher zu den Vorstellungen. Der Wirtschaftsplan wies dabei ein Gesamtbudget in Höhe von 16,6 Millionen Euro aus, wobei etwa 10,2 Millionen mit Kartenverkauf, Vermietung, Spenden und Sponsoring erarbeitet wurden. Für den Rest musste die Stadt aufkommen. Und auch für die kommende Saison sind wieder zahlreiche Konzert geplant. So wird es in der Alten Oper etwa eine Reihe mit 15 Veranstaltungen geben, die den estnischen Komponisten Erkki-Sven Tüür und den britischen Cellisten Steven Isserlis featuren. Aus diesem Anlass wurden auch drei neue Werke in Auftrag gegeben.