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13.02.2008

Oh, die Liebe!

Oh, die Liebe!

Möglicherweise liegen die Ursprünge des Valentinstag im bayerischen Krumbach in der Nähe von Günzburg. Dort kann die Reliquien des Bischofs Valentin von Terni bewundern, der im dritten Jahrhundert nach Christus nicht nur zahlreiche Verliebte, unter anderem dem militärischen Zölibat verschriebene römische Soldaten, getraut haben, sondern ihnen nach der Hochzeit jeweils Blumen aus seinem Garten geschenkt haben soll. Andere Quellen beziehen sich auf das römische Lupercalia-Fest, das jeweils am 14. Februar gefeiert wurde und für das sich junge Mädchen zwecks Liebes- und Ehe-Orakel in den Juno-Tempel begaben. Wurde aus den prophezeiten Liaisons etwas, schenkten traditionellerweise die Ehemänner ihren Frauen an diesem Tag ebenfalls Blumen.

Doch es gibt noch weitere Erklärungen. So etwa den Verweis auf die Valentinsfeier am Hof Königs Richard II im Jahre 1383, an der ein Gedicht mit dem Titel "Parlement of Fouleys" verlesen worden  sein soll, das die Vögel in der Natur und deren Treffen zwecks zukünftiger Paarung pries und damit einen literarischen Topos schuf. Schließlich entwickelte sich im 17. Jahrhundert überhaupt in englischen erlauchten Kreisen die Angewohnheit, zum Zeichen der Liebe jeweils mit Blumen zu erscheinen, eine Geste, die mit britischen Auswanderern dann in die Neuen Welt emigrierte. In Deutschland jedenfalls setzte sich dieser Brauch in Zusammenhang mit dem Valentinstag erst nach dem zweiten Weltkrieg durch, sekundiert durch massive Werbemaßnahmen der Floristen im Speziellen und des Handels im Allgemeinen, die das Fest der Liebenden gerne mit ihren Gaben unterstützten. Inzwischen gehört daher neben dem Bouquet eine ganze Reihe weiterer Zutaten zum gelungenen Valentine's Day, allem voran die passende musikalische Atmosphäre. Und deshalb haben sich die Repertoire-Spezialisten der Deutschen Grammophon die Mühe gemacht und ein opulentes Klangmenü zusammengestellt, das den romantischen Abend angemessen begleitet.

Die Sammlung nennt sich "Be My Valentine - Music For Two" und vereint auf zwei CDs zahlreiche großartige Melodien aus den vergangenen drei Jahrhunderten in herausragenden Interpretationen. Das Spektrum reicht von Massenet bis Mozart, von Bernstein bis Bizet, von Puccini bis Piazzolla. Und zu den Interpreten gehören großartige Solisten wie Pierre Fournier, Mischa Maisky, José Carreras, Mirelli Freni und Agnes Baltsa. Da kann man sich getrost mit seiner Angebeteten in die Sofakissen sinken lassen, den wunderbaren Melodien der klassischen Meister folgen und über die die Worte Johann Wolfgang von Goethe sinnieren, die das Innencover des Doppelalbums zieren: "Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer / vom Meer erstrahlt; / Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer / In Quellen malt". Oder kurz und anglophil: "Be My Valentine!"