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18.10.2006
Wolfgang Amadeus Mozart

Salzburg total

Wolfgang Amadeus Mozart, Salzburg total

Es war ein gewaltiges Unterfangen auf der Bühne und das Abschiedsgeschenk von Peter Ruzicka an Salzburg und die Welt. Denn zum Abschluss seiner Intendanz der Festspiele, die er seit 2001 leitete, hatte er es sich in den Kopf gesetzt, alle Opern von Wolfgang Amadeus Mozart innerhalb einer Spielzeit aufzuführen.  Das Projekt nannte sich "Mozart 22" und war derart ungewöhnlich, dass bald klar war, dass es in technisch höchster Bild- und Tonqualität für die Nachwelt festgehalten werden musste. So wurden Materialien für rund 20 einstündige Dokumentationen aufgezeichnet, die sowohl Künstlerinterviews und Reportagen als auch Konzertausschnitte umfassen.

Außerdem wurden alle 22 Opern mitgeschnitten, was insgesamt 51 Stunden reine Bühnenspielzeit bedeutet und von allen Beteiligten künstlerische, technische und organisatorische Höchstleistungen abverlangte. Es wurde Immenses geleistet, auf allen Seiten. Immerhin produzierte man zwischen 24. Juli und 31. August zeitgleich bis zu zwei, machmal sogar drei Opernaufführungen. Das Regieteam aus Stefan Aglassinger, Karina Fibich, Thomas Grimm, Brian Large, Agnes Méth, Andreas Morell, Hannes Rossacher, Peter Schönhofer, Anaïs & Olivier Spiro und Christian Kurt Weiss entschied über die besten Bilder aus jeweils drei Aufzeichnungen und bis zu zwölf Kameraeinstellungen, die mit exklusiver, hochauflösender HD-Technik und 5.1 Dolby Surround Sound festgehalten wurden.

Daraus entstand auf insgesamt 19 DVDs die bislang größte audiovisuelle Dokumentation von Mozarts Bühnenwerken weltweit. Dabei ging es jedoch nicht nur um die Aufstellung technischer Rekorde, sondern vor allem um die Präsentation der künstlerischen Highlights, die die Salzburger Festspiele im Jubiläumsjahr zu bieten hatten. Denn zu den Beteiligten, die sich zu Ehren Mozarts einfanden, gehörten international renommierte Regisseure, Dirigenten und Sänger. Die Inszenierungen stammten  etwa von Doris Dörrie, Claus Guth, Joachim Schlömer und Jürgen Flimm und holten Gesangsstars  wie Anna Netrebko, Thomas Hampson, Magdalena Kožená, René Pape und Ildebrandeo D´Arcangelo auf die Bühne und vor die Kameras.

Mindestens ebenso prominent waren die Meister am Pult der Wiener Philharmoniker. Unter den Dirigenten finden sich große Namen wie Nikolaus Harnoncourt, Daniel Harding, Riccardo Muti und Ivor Bolton. Und so können die Deutsche Grammophon und die Decca nun von 24.Oktober 2006 an mit "Mozart 22" eines der wichtigsten Kulturereignisse des Jahres mit einer opulenten DVD-Edition auf den Markt bringen. Zunächst werden acht Einzeltitel veröffentlicht, die dann bis Ende November zu eine vollständigen Box komplettiert werden. Umjubelte Vorstellungen wie "Le Nozze die Figaro  mit Anna Netrebko als Susanna, den großartigen weiteren Solisten Ildebrando D'Arcangelo, Bo Skovhus, Dorothea Röschmann und Christine Schäfer und Nikolaus Harnoncourt als Dirigent etwa werden bis Mai 2007 ausschließlich im Rahmen dieser Edition nachzuvollziehen sein. Damit vervollständigt die von der Unitel, Bernhard Fleischer Moving Images (BFMI) in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk, dem ORF, 3sat und Classica produzierte Reihe zum einen den Katalog der Deutschen Grammophon / Decca und bietet auf der anderen Seite die einmalige Gelegenheit, sich auf gleichbleibend hohem künstlerischen und technischen Niveau mit dem Opernwerk eines Komponisten zu beschäftigen, dessen gestalterische Genialität auch nach 250 Jahren unverändert die Menschen fasziniert.