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28.06.2006

Bayreuther Vorspiel

Bayreuther Vorspiel

Alle Jahre wieder läuft die Maschinerie der Skandälchen an, die im weiteren medialen Umkreis dafür sorgt, dass die Bayreuther Richard Wagner Festspiele im Gespräch bleiben. Diesmal war es die Urenkelin des Komponisten Nike Wagner, die die Diskussion in Gang brachte. In einem Presseinterview gab sie öffentlich zu bedenken, inwieweit das profitable und international renommierte Festival noch öffentliche Subventionen brauche. Es sei kaum nachvollziehbar, dass das auf Jahre hinaus ausgebuchte und risikofrei arbeitende Haus am Grünen Hügel ordentlich Geld aus den öffentlichen Kassen erhalte, wo andere bedürftigere Institutionen darben müssten.

Das war natürlich nicht ganz uneigennützig angesprochen, schließlich freut sich Nike Wagner selbst über jeden Euro, der ihr die Arbeit als Intendantin des Kunstfestes Weimar leichter macht. Die Bayreuther Festspiele wiederum konterten mit Zahlen. Ebenfalls gegenüber der Presse wurde erklärt, dass bei einem Wegfall der Zuschüsse die Eintrittskarten um 70 Prozent teurer würden. Die teuerste Karte würde dann rund 353,60 Euro kosten und nicht mehr nur 208,00 Euro wie zur Zeit. Die Förderung der Festspiele durch Bund, Land und öffentliche Geldgeber beträgt derzeit rund 4,5 Millionen Euro jährlich, was in etwa ein Drittel des Gesamtetats ausmacht.