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14.06.2006

Klassik ist die neue Popmusik

Klassik ist die neue Popmusik

Jammern kann jeder. Und die Schuldigen der Krise sind auch schnell ausgemacht. Doch ganz so einfach ist die Situation nun wieder nicht. Die globalen Umwälzungen mit ihren netzwerkartigen Strukturen haben ihre Spuren im Musikbusiness hinterlassen und es grundlegend verändert. Christian Kellersmann, Leiter der Abteilung Classics & Jazz der Universal Music Group in Deutschland, hat daher ein wenig näher hingesehen und für die Musikfachtagung der Konrad-Adenauer-Stiftung die Entwicklungen der vergangenen Jahre nachgezeichnet. Hier ist sein Resümee:

Der klassische Musikbetrieb arbeitete über Jahre - über Jahrzehnte - daran, dass die Klassik radikal an kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung verlor. In der Schule ging es los: Klassik war stets verknüpft mit musiktheoretischem Wissen - nur wer in der Lage war, eine Partitur zu lesen, konnte auch die klassische Musik verstehen. Die sinnliche und emotionale Komponente der Musik wurde ausgeklammert. Auch die mediale Aufmerksamkeit verschwand: Während in den 70er Jahren noch die Zeitungen und Zeitschriften fast täglich über das Leben und Lieben des Herrn von Karajan und anderen Stars aus der Klassikszene berichteten, gab es in den 80er Jahren gerade mal zwei neue Gesichter: Nigel Kennedy und Anne-Sophie Mutter. In den 90ern gab es dann niemanden mehr, der auf wirklich breiter Front den klassischen Musikmarkt medial präsentierte.

Somit fand Klassik nicht mehr in der Breite statt: TV-Ausstrahlungen wurden in nächtliche Spartensendungen gedrängt, öffentlich-rechtliche Klassiksender verloren konsequent an Quote und Finanzierung. Klassik existierte eigentlich nur noch im Zeitungs-Feuilleton. Verdeutlichen lässt sich diese Entwicklung anhand einiger Zahlen:

Beispiel Tonträgermarkt - seit 1994 gab es einen Rückgang des Klassikmarktanteils am Gesamtmarkt um 25%. Noch dramatischer - von 1994 bis 2003 hat sich der Verkauf von Klassik-Tonträgern halbiert; von 20,1 Millionen auf exakt 10,1 Millionen Einheiten. Mit anderen Worten: Im Jahr 2003 gab es 50% weniger Klassik-Käufer als im Jahr 1994. Ein weiteres Beispiel ist die Bühnenlandschaft. 1994 kauften die Bundesbürger 5,1 Millionen Opern-Karten, 2004 nur noch 4,3 Millionen. Und besuchten 1994 noch 33% aller 18-34jährigen mindestens ein klassisches Konzert oder eine Oper im Jahr, sind es heute nur noch 20%. Bei den 35-49jährigen ist die Bereitschaft, ein klassisches Konzert zu erleben, noch stärker geschrumpft - von 41 auf 28 Prozent.

Das hatte natürlich Konsequenzen. Öffentliche Gelder wurden und werden in Frage gestellt und sogar gestrichen, bei den Schallplattenfirmen wurden die Aktivitäten drastisch gekürzt und z.T. sogar komplett eingestellt (Beispiel: Warner Music). Erschwerend kommt hinzu, dass mittlerweile mehrere Generationen konsequent pop- und rocksozialisiert sind - bis hoch zu den 60jährigen. Der Generation Rolling Stones. Diese Generationen treffen jetzt die Entscheidungen, in welche Kanäle öffentliche Gelder zur Kulturförderung fließen oder welcher Künstler zur nächsten Automobil-Präsentation eingeladen wird - früher gehörte ein Klassikkünstler zum guten Ton, heute wird es eher die Loge beim Robbie Williams Konzert oder das VIP-Ticket zum WM-Spiel sein, die gesellschaftlichen Respekt versprechen.

Ob Politik oder Musikwirtschaft selbst - man schmückt sich lieber mit Popthemen: ob das die Deutsch-Quote im Rundfunk war, die "Pop"komm oder gar die hiesige Musikfachtagung, die in der Vergangenheit ausschließlich zu Themen der Popmusik zusammenkam: das Interesse hat sich in Richtung Pop verlagert.

Aber vielleicht musste die Klassik an diesen Punkt kommen, denn so waren wir gezwungen, uns der Herausforderung zu stellen, die Klassik zu erneuern. Und - um es vorweg zu nehmen - wir können die ersten Erfolge vermelden. Dabei erhält die klassische Musikkultur paradoxerweise Unterstützung durch die gesellschaftliche Entwicklung.

Seit fünf Jahren arbeiten wir bei Universal Music Classics an dem Konzept "Yellow Lounge". Wir gehen in Clubs, die normalerweise das übliche Großstadt-Clubprogramm anbieten: House, Techno und Electro. Wir nutzen diese Clubs als neue Location, um Klassik zu präsentieren. Mit DJs, VJs und mit Live-Auftrittten erstklassiger, auch international renommierter Künstler. Die Idee, die der Yellow Lounge zugrunde lag, war recht einfach: es muss doch möglich sein, klassische Musik auf moderne und attraktive aber ungewohnte Weise öffentlich zu machen und dadurch neue, jüngere Hörer an ihre Schönheit heranzuführen. Ohne Besserwisserei und Belehrung, sondern selbstverständlich und emotional in geselliger Inszenierung - einfach trinken, rauchen, reden zu klassischer Musik, so wie es vor 200 Jahren ganz normal war.

Die Künstler, die wir für diese Veranstaltungen gewinnen konnten, zeigten sich alle hellauf begeistert. Zu den illustren Gästen zählten bisher Hélène Grimaud, Andreas Scholl, Anne Sofie von Otter, Mischa Maisky, Hilary Hahn und sogar ein komplettes Orchester: die "Junge Deutsche Philharmonie". Als DJs konnten wir bereits die Pet Shop Boys - ausgewiesene Klassikfans - und Matthew Herbert gewinnen. Regelmäßig finden sich zwischen 600 und 2000 Gäste ein, die Klassik auf eine ganz andere Weise erleben. Die Kreation eines Phänomens wie die Yellow Lounge wäre vor 20 Jahren nicht möglich gewesen. Klassik wurde damals noch auf traditionelle Weise als Mittel der Abgrenzung im Kampf um gesellschaftlichen Status genutzt. Auf dem grünen Hügel und anderswo war man eben unter sich.

Diese Rolle muss Klassik heutzutage nicht mehr erfüllen. Wenn sich Spitzenpolitiker als Rockfans zeigen und Vorstandsvorsitzende in den Büroregalen Bob Marley-CD-Boxen stehen haben, kann sich die Klassik neuen Aufgaben zuwenden. Klassik ist mittlerweile für eine neue, junge Szene der neue Underground. Mit Klassik lässt es sich auf elegante Weise von den berufsjugendlichen, ewig rockenden 68ern abgrenzen. Klassik erhält auf diese Weise eine neue Rolle. Klassik ist die neue Popmusik.

Der musikhistorische Hintergrund ist recht einfach: Popmusik ist ausentwickelt und wird zunehmend zur selbstreferentiellen Spielwiese. Aktuelle Popbands wie Franz Ferdinand, die Strokes, Bloc Party oder die Arctic Monkeys kopieren eindeutig und ungeniert historische Größen wie The Who, Led Zeppelin, Roxy Music, David Bowie und andere. Die Erneuerungs-Zyklen haben sich in der Popmusik extrem verlangsamt oder sind ganz zum Stillstand gekommen - weiteres Zeichen für eine gewisse Stagnation des Genres: von den 40ern, dem Swing, zu den 50ern, der Rock'n'Roll-Ära, ist eine grundlegende Veränderung zu erkennen. Dann weiter zu den 60ern - der Beat-Ära, dem Rock, der Psychedelik - eine weitere grundlegende Erneuerung. Zu den 70ern - der Politisierung von Popmusik, zu den 80ern - dem Punk, zu den 90ern - der Elektronik oder Techno. Das waren tiefe Einschnitte, die sich heute nicht mehr finden lassen.

Heute erleben wir einen Hype nach dem anderen, eine große Aufregung um einzelne Künstler oder Band - das ist jedoch wenig innovativ, kann kurzfristig Umsätze generieren, schafft aber keine haltbaren musikalischen Werte, keine Veränderung.
Ein Vergleich: ein heutiger Vater würde bei einem Konzert von Franz Ferdinand, wenn er das mit seiner Tochter besucht, nett mitwippen. Bei meinem Vater wäre das früher undenkbar gewesen, hätte ich ihn zu einem Punk-Konzert mitgeschleppt. Popmusik kommt mir manchmal - aus einer musealen Betrachtung heraus - wie Musical vor.

Ganz anders klassische Musik: wer auch immer momentan mit klassischer Musik arbeitet - und sich in einer kulturellen Verantwortung gegenüber den Werten klassischer Musikkultur sieht - muss die Chance nutzen und innovative Zugänge für eine neue Hörergeneration eröffnen, die von Popmusik gelangweilt ist. Die Yellow Lounge oder vergleichbare Formate sind nur eine Möglichkeit.

Eine besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Etablierung neuer Klassik-Stars wie Anna Netrebko, Rolando Villazón, Cecilia Bartoli oder Lang Lang. In einem Mediensystem wie dem unseren braucht es Leuchtturm-Projekte, die den Weg weisen. Stars zeigen auf glamouröse Weise, was mit Klassik möglich ist - wenn das dann auch noch auf künstlerisch überzeugende Weise geschieht, umso besser. Das Ziel hinter der erfolgreichen Kampagne für Anna Netrebko war es immer, Klassik auf selbstverständlich modern inszenierte Weise in das Mainstream-Bewusstsein zu tragen. Wenn dann nach einem "Wetten, dass..?" Auftritt von Anna Netrebko innerhalb weniger Tage über 70.000 Tonträger verkauft werden und das Album in die Media Control Top Ten einzieht, ist das Ziel erreicht.

Doch ein spektakulärer Auftritt bei "Wetten, dass ..?" kann nur der Höhepunkt einer Gesamtkampagne sein - letztlich geht es um die Entstehung neuer Medienflächen für Klassik. Quasi als Pendant zur neuen Eventfläche, wie wir es mit der Yellow Lounge geschaffen haben. Wir müssen deshalb weiterhin Möglichkeiten und Chancen erarbeiten und nutzen, neue Präsentationsformen im Fernsehen und im Rundfunk zu schaffen.

Eine positive Entwicklung entstand in den letzten Jahren auch durch eine verbesserte, professionellere Zusammenarbeit zwischen Künstlern, Künstlermanagements, Agenturen, Konzertveranstaltern und Schallplattenfirmen. Gezielte Promotion- und Marketingaktivitäten, die jahrelang im Klassikbereich eine Tabuthema waren, sind jetzt wieder erlaubt und verhelfen der Klassik zu einem neuen, modernen Image. Plötzlich ist der Künstler nicht nur Teil des Abo-Konzert-Zyklus drei Jahre nach der Veröffentlichung einer CD-Produktion, sondern CD, Promotion- und Konzertaktivitäten laufen Hand in Hand und sind so auch interessant für die mediale Berichterstattung. So wie es bei einer Buchveröffentlichung oder bei einer Filmpremiere selbstverständlich ist, wo der Künstler für PR-Aktivitäten zur Verfügung steht. Aber es gibt auch weitere Beispiele, wie Klassik heutzutage anders und erfrischend präsentiert werden kann: die Berliner Philharmoniker starteten mit ihrer Kampagne "Wilde Klassik" eine Kammermusik-Offensive, die mittlerweile ein gesamtes Merchandising-Paket beinhaltet.

Mut geben darüber hinaus diverse Education-Programme, wie sie seit über drei Jahrzehnten beispielhaft in mit der Jungen Philharmonie Venezuela umgesetzt werden. 1975 starteten 11 Musiker ein Jugendorchester - aufgrund eines einzigartigen Programms existieren heute 200 dieser Orchester im Land Venezuela. Und die Junge Philharmonie Venezuela reist durch die ganze Welt und reißt das Klassikpublikum von ihren Sitzen - dank einer ungeheuren Energie.

Auch in Berlin wurde ein breites Publikum - dank der "Rhythm Is It"-Dokumentation - Zeuge eines aufregenden Education-Programms. Der Schlüssel zum Erfolg dieser Konzepte liegt zu einem großen Teil darin, dass klassische Musik emotional und sinnlich vermittelt und erlebt wird. Der althergebrachte aber verstaubte Anspruch "Bildung = Klassik" ist vorbei. Heute erlebe ich erst die Musik und lerne dann, was eine Subdominante ist. Wenn überhaupt.

Ich möchte nun noch auf einen letzten Punkt zu sprechen kommen, der besonders hierzulande eine besondere Brisanz besitzt - beziehungsweise einen Bereich thematisieren, der in Deutschland noch nicht im Ansatz ausgeschöpft wurde. Die Beschäftigung mit der zeitgenössischen Klassik. Zunächst einmal verrät uns der Blick in die zeitgenössische bildende Kunst, dass die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kultur ein Grundbedürfnis der heutigen Gesellschaft ist. Wie anders lässt es sich erklären, dass knapp 6 Millionen Menschen in kurzer Zeit in die Neue Nationalgalerie zur MoMa-Ausstellung pilgern.

Wir haben bei Universal Music analog zur MoMa-Ausstellung die Serie MoMu - sprich Moderne Musik - ins Leben gerufen, die sich mit zeitgenössischer Klassik beschäftigt und versucht, jenseits intellektueller Beschränkungen oder Quoten, einen neuen Zugang zu spannenden Werken, Komponisten und Interpreten aufzubauen.

Aus unserer Sicht bietet die zeitgenössische Klassik ein Riesenpotential. Denn hier haben wir die Chance, Klassik nicht unter interpretatorischen, sondern unter inhaltlichen Gesichtspunkten zu hören. Eben nicht die feuilletonistische Begutachtung feinster Interpretations-Nuancen in der 27. Einspielung, sondern ein offenes, emotionales "Hören" neuer Kompositionen, neuer "Stücke" zu ermöglichen. Geschrieben von Komponisten, die unter den heutigen gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen leben, diese verarbeiten und umsetzen. Da entstehen neue Ideen, neue Ansätze, neue inhaltliche Verknüpfungen - das macht auch den Prozess der Komposition zu einem aktuellen und greifbaren Erlebnis.

Und es ermöglicht uns endlich einen Zugang zu großartigen Komponisten, die zu Unrecht vom herkömmlichen Klassik-Betrieb versteckt werden. Denn es herrscht noch immer eine merkwürdige Art von Zensur seitens des Klassik-Betriebs und des Feuilletons: entstanden als Gegenreaktion auf die Nazi-Zensur, die verlangte, dass zeitgenössische Musik tonal klingen musste, Dissonanz als entartet diffamierte und Zwölfton-Komponisten verfolgte, entstand nach dem Krieg eine Art Unhörbarkeits-Wunsch, durchgesetzt durch eine mächtige "Donaueschingen"-Mafia bestehend aus Rundfunk-Redakteuren, Feuilleton-Kritikern und bestimmten Komponisten. Viele tonal arbeitende zeitgenössische Komponisten wurden so ausgegrenzt. Der jüdische Komponist Berthold Goldschmidt formulierte das einmal so: "Ich wurde zweimal in meinem Leben diskriminiert: einmal von den Nazis und einmal von der Donaueschingen-Clique. "Erst kurz vor seinem Tod und dann über Initiativen aus dem anglo-amerikanischen Kulturkreis, erhielt Goldschmidt noch etwas Aufmerksamkeit.

An diesem Punkt möchten wir gerne einen großen Irrtum in Deutschland - Land auch kultureller Extreme - aufheben und der zeitgenössischen Klassik ihre Bedeutung zurückgeben. Es hat sich hierzulande eine Szene entwickelt, die im stillen Kämmerlein eine Vielzahl interessanter Kompositionen erarbeitet hat. Neue Musik für eine neue, offene Generation interessierter, unvoreingenommener Musikliebhaber! Es gibt noch eine Reihe weiterer Aspekte, die mich optimistisch stimmen, dass für die Klassik die Zukunft erst begonnen hat und die ich nur in Stichworten anmerken möchte.

Zum Einen die neue Offenheit diverser Bühneninstitutionen, die mit Künstlern zusammenzuarbeiten, die nicht aus dem Klassikumfeld kommen - z.B. Doris Dörrie, Bernd Eichinger in der Staatsoper Unter den Linden oder Christoph Schlingensief in Bayreuth. Oder der gesamte Bereich des digitalen Downloads von klassischen Werken, der gerade erst richtig beginnt: hier eröffnet sich ein Riesenpotential gerade für Neueinsteiger, die sich mit klassischer Musik auseinandersetzen wollen, ohne große Vorkenntnisse zu haben und dabei Risiken eingehen zu müssen.

Zum Anderen auch das Experimentieren mit klassischer Musik, wie  wir es gerade im Falle einer Serie unter dem Titel "Recomposed" starten. Gefragte Pop-Musiker und Produzenten bearbeiten, verfremden und befassen sich auf respektvolle und neuartige Weise mit klassischen Werken und Einspielungen - ähnlich wie es in der klassischen Musikgeschichte auf unterschiedliche Art und Weise praktiziert wurde. Denken wir nur an die Zitat-Techniken des estnischen Komponisten Arvo Pärt in Bezug auf Johann Sebastian Bach.

Momentan versuchen wir unsere verschiedenen Aktivitäten, Veröffentlichungen und aufwendigen Veranstaltungen wie die Yellow Lounge zu vernetzen - mit einem Ziel: die Klassik ernst zu nehmen, ihre Schätze zu hegen und pflegen, indem man sie entstaubt und zeitgemäße Formen der Darstellung findet. Das Resultat ist erfreulicherweise mittlerweile auch in Marktzahlen erkennbar: Der Klassik-Markt wächst wahrnehmbar: um 17 Prozent von 2005 auf 2006.

Wir sind fest davon überzeugt, dass im Rahmen der Klassik-Erneuerung die Potentiale bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Popmusik stagniert zur Zeit, das Feuilleton ist noch nicht bereit - wer will uns also aufhalten. Fakt ist: Die Musik von morgen ist die Klassik.