Klassik Newsletter

Sie wollen immer aktuell informiert sein? Unser Newsletterservice versorgt Sie wöchentlich mit allem zum Thema klassische Musik.

OK

Nichts verpassen

Nutzen Sie KlassikAkzente Online auch wenn Sie nicht auf unserer Seite sind:
Social Networks:

Artikel

26.11.2004

Fürs Kinderherz

Fürs Kinderherz

Nicht mehr lange und draußen fällt der Schnee in großen Flocken. Es ist Winterszeit, Weihnachten steht vor der Tür. Und es ist wieder Zeit für Märchen und Legenden, Geschichten, die an langen dunklen Abenden erzählt werden. Wie zum Beispiel die vom Nussknacker und dem Mäusekönig, die am 2.Dezember in die deutschen Kinos kommt.

Natürlich stand Tschaikowski Pate. Als drittes seiner berühmten Ballette hatte der russische Komponist Anfang der 1890er Jahre den "Nussknacker" in Arbeit. Sein Vorbild war Leo Délibes "Coppélia", das ihn sehr beeindruckt hatte. Er mischte einige Elemente der Vorlage mit einem Märchenstoff von E.T.A. Hoffmann und heraus kam ein eigenständiges Werk, das mehr Erfolgspotential hatte, als zunächst zu erwarten gewesen war. Die Uraufführung fand am 18.Dezember 1892 im Petersburger Mariinsky-Theater statt und das Stück eroberte von dort aus sehr schnell die anderen wichtigen Bühnen Europas und der Welt. Denn es hatte einen cleveren Plot und darüber hinaus wunderbare Musik, zu der sich nicht nur gut tanzen ließ, sondern die man auch - einmal gehört - kaum noch aus dem Kopf bekam. So wurde der "Nussknacker" ein Dauerbrenner der Theaterbühnen und dient bis heute als Inspiration für andere Projekte.

Wie zum Beispiel für den Weihnachtstrickfilm "Nussknacker und Mäusekönig". Auch hier handelt es sich um ein zauberhaftes Märchen, dem eine Geschichte von E.T.A. Hoffmann zugrunde liegt und das im dunklen Winter spielt. Die Musik zum Film stammt von Peter Wolf und basiert teilweise auf Tschaikowskis gleichnamiger Ballettmusik, die zu diesem Zweck neu arrangiert wurde. Außerdem sind auf der Soundtrack-CD drei zusätzliche Songs zu hören: "One True Heart" von Sophie B. Hawkins und John Sutherland, "I Can Do It" von Florence Joy und "Peaches and Creamy World" vom neuseeländischen Stimmwunder Hayley Westenra. Der Film selbst erzählt die Geschichte eines Prinzen, der durch übermütigen Umgang mit Zaubernüssen in einen Nussknacker und sein Hofstaat in Spielzeug verwandelt wird. Das wäre an sich die Gelegenheit für den gerissenen Mausekönig, die Macht an sich zu reißen - wenn es da nicht das Mädchen Klara gäbe, das dem Nussknacker zur Seite steht, um dem Mausekönig Einhalt zu gebieten (www.nussknackerderfilm.de). Ganz die Geschichte also, aus der Kinderträume sind. Und ein Soundtrack, der zum Sinnieren einlädt.