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01.11.2002

Once more, with Feeling

Once more, with Feeling

Dass amerikanische TV-Serien in Deutschland bisweilen fast größere Erfolge feiern als jenseits des großen Teichs, ist nichts Neues. Wenn dann aber "nebenbei" für eine Erfolgsserie ein Soundtrack entsteht, der als eigenständiges Gesamtkunstwerk Kultstatus erreicht und wie die Essenz von Andrew Lloyd Webber, Alternative Rock und Edel-Pop anmutet, können sich nicht nur Serienfans freuen.

Sarah Michelle Gellar alias Buffy kämpft als Vampirjägerin gegen das Böse und lockt mit der beliebten TV-Serie mittwochabends jede Menge Fans vor die deutschen Bildschirme. Endgültig zur Kultserie geworden ist Buffy the Vampire Slayer, seit Sarah Michelle Gellar und die anderen Darsteller - zu ihrer eigenen Überraschung - ihr Stimmtalent entdeckten: Die Episode Once more, with Feeling der aktuellen TV-Staffel wurde als Musical konzipiert, mit Tanzeinlagen und Songs, die die ganze Palette von gefühlvoll bis rockig-peppig abdecken. Wenn man den Erzählungen des Serienschöpfers Joss Whedon Glauben schenken darf, komponierte er die Songs zu der Musical-Episode in seinen Ferien - aus dem brennenden Wunsch heraus, einmal selbst ein Musical zu schreiben. Dabei entstand eine Mischung aus Balladen, Rock- und Pop-Stücken, garniert mit Swing- und Jazz-Nummern, die aufhorchen lassen.

 

Joss Whedon konnte alle Darsteller dafür gewinnen, selbst zu singen - mit unverbrauchten Stimmen, viel Gefühl und jeder Menge Charisma. Und auch Sarah Michelle Gellar, gegenwärtig einer der populärsten Jungstars aus der Fernsehbranche, ließ sich auf das "Experiment" ein: Nach anfänglichen Bedenken war sie Feuer und Flamme für das Musical-Projekt (was sie nicht nur in dem Song "Walk through the Fire" eindrucksvoll unter Beweis stellt). Sie singt schlicht und mit großer Intensität, und ihr Gesang bezaubert gerade durch die Direktheit ihrer nicht ausgebildeten Stimme. Sarah Michelle Gellar ist mit ihren 25 Jahren schon ein alter Hase im Showbusiness. Als sie vier Jahre alt war, wurde sie von einem Talentsucher entdeckt. Ihre Stimme aber entdeckte sie selbst - 20 Jahre später.

Das Original Cast Album enthält außerdem auch einige reine Instrumentalstücke aus drei weiteren Episoden der Serie und ist ein Muss nicht nur für Buffy-Fans. Und eine wunderbare Gelegenheit, den Gefühlsgehalt und alle Gänsehaut-Momente der Serie auch ohne American TV genießen zu können. Ob man nun an Vampire glaubt oder nicht.

Der Bonus-Track am Ende der CD ist eine kleine Rarität: Er stammt noch von dem allerersten spontanen Demo-Band und lässt den Zuhörer an dem Entstehungsprozess dieses ungewöhnlichen Soundtracks teilhaben: Joss Whedon singt hier selbst zusammen mit seiner Frau Kai Cole - und das rührt einfach ans Herz.