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15.03.2002

20/21 - Vier Neuveröffentlichungen

20/21 - Vier Neuveröffentlichungen

"Raising Windhorse", "Das Windpferd wecken", lautet der vierte Satz von Peter Liebersons Symphonie "Drala".

Das Bild vom geweckten Windpferd beschreibt aber auch das künstlerische Credo des 1946 in New York geborenen Komponisten: "Es bedeutet im tibetischen Buddhismus [der für sein kompositorisches Schaffen von großer Wichtigkeit ist], dass man seine Kräfte zu voller Entfaltung bringen soll, ohne die Beherrschung über sie zu verlieren." "Drala" - ein kurzes, vielschichtiges Werk von berückender, meditativer Schönheit - entstand 1986 für das Boston Symphony Orchestra und Seiji Ozawa. Es ist sicher Liebersons bekanntestes Werk und hat seinen festen Platz im modernen Konzertrepertoire gefunden.

Auch die anderen, auf der CD "Raising the Gaze" versammelten Stücke sind Beispiele dafür, wie harmonisch und vielseitig neue Musik klingen kann. Hier ist als Komponist ein Könner am Werk: In "Accordance" verschmilzt das Spiel einer raffinierten Oktettbesetzung eher im Sinne einer Jazzband als eines Kammerensembles. In "Ziji", was Strahlen, Freude, die Kraft der Zuversicht bedeutet, herrscht ein recht strenges Zwölftonkonzept. In "Raising the Gaze" wiederum verarbeitete der Komponist mittelalterliche Tänze. Vor allem aber drücken diese Stücke große Vitalität und Lebensfreude aus. Die CD "Raising the Gaze" ist denn auch für Peter Lieberson mehr als eine "Autobiographie in Schnappschüssen", sondern "vielmehr die Zusammenfassung einer musikalischen Reise in rätselhafte Klangwelten".

Es macht glücklich, mit der CD "Raising the Gaze" den Komponisten Peter Lieberson auf die Reise zu begleiten. Gemeinsam mit so brillanten Klangkörpern wie dem Cleveland Orchestra, dem Asko Ensemble und der London Sinfonietta unter dem Dirigenten Oliver Knussen erfährt der Hörer, "dass diese Musik in ihrer unendlichen Vielfalt der Klänge neue Erlebniswelten herauf beschwört".