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15.03.2002

20/21 - Vier Neuveröffentlichungen

Giya Kancheli, 20/21 - Vier Neuveröffentlichungen

Zwei der bedeutendsten Interpreten unserer Tage - der Bratschist Yuri Bashmet und der Dirigent Valery Gergiev - haben zwei Werke eingespielt, die exemplarisch sind für zwei der bedeutendsten lebenden Komponisten: für Giya Kancheli und Sofia Gubaidulina. Das Ergebnis ist eine CD von berückender, melodischer und kantabler Schönheit.

"Styx" heißt jener Fluss, der das Reich der Lebenden von dem der Toten in der griechischen Antike trennte. Und "Styx" heißt die Komposition des 1935 geborenen Georgiers Giya Kancheli. Der Fährmann auf dem "Styx" heißt in der Antike Charon; bei Kancheli dürfen, müssen wir ihn Yuri Bashmet nennen. Die dunkle, tiefgründige Stimme seiner Solobratsche vermittelt und vereint die Welten, die der mythische Fluss trennt. Der Solo-Part der Bratsche moderiert zwischen Chor und Orchester, zwischen zartesten Lyrismen und harten, wuchtigen Orchestereinbrüchen. Alles fließt: Lange Melodien zeichnen die dahingleitende Zeit der Endlosigkeit und führen in ein Paradox: in nie gehörte Pausen.

 

Gubaidulinas Bratschenkonzert ist eine Hommage an dieses Instrument und ist Yuri Bashmet gewidmet. Auch hier, wie in Kanchelis "Styx", kommt der Bratsche mit ihrem erstaunlichen Reichtum an Klangfarben eine vermittelnde Rolle zu, zwischen dunkler und heller, virtueller und realer Klangwelt.

 

Sofia Gubaidulina (geb. 1931) gilt - seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion - im Westen als sehr arriviert. Dennoch gehört auch sie, wie der Georgier Giya Kancheli, zu jenen Künstlern, die es unbedingt verdienen, noch von einem größeren Publikum entdeckt zu werden. Gerade diese CD ermöglicht dies. Solo-Bratschist Yuri Bashmet wird begleitet vom St. Petersburg Chamber Choir und dem Orchestra of the Mariinsky Theatre unter der Leitung von Valery Gergiev.

 

Beide Werke sind für Yuri Bashmet geschrieben und ihm gewidmet. Beides sind Weltersteinspielungen.