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14.02.2001

Vom Kirchturm in Neuengland aus: Charles Ives

Charles Ives, Vom Kirchturm in Neuengland aus: Charles Ives

Charles Ives war nicht nur selbst ein fantasievoller Kopf, er hatte auch einen erfindungsreichen Vater: George Ives war Kirchenmusiker in einer Kleinstadt in Connecticut und hatte eines Nachmittags um 1880 eine Verabredung mit mehreren Musikkapellen und seinem Sohn.

Während die Musikkapellen durch die Straßen der Stadt aufeinander zu marschierten, stand er mit Charles auf dem Kirchturm und verfolgte das musikalische Ergebnis. So idyllisch die Szene klingt, sie enthält vieles, was für Ives' Musik elementar ist: der mehrschichtige Verlauf mit Polyrhythmik, mit gegenläufiger Harmonik und Melodik. Eng gedrängt finden sich verschiedenste Stilformen, collageartig übereinander geschichtet.

 

Ives zitiert aus der amerikanischen Volksmusik des 19. Jahrhunderts, verwendet Motive aus Märschen, Tänzen, Hymnen und Liedern - verarbeitet zu Orchesterwerken von ungeheurer Komplexität. Für die CD "When the Moon" wurde Musik aus verschiedenen Werken zusammengestellt, die - in von Ives erarbeiteten Fassungen für Kammerorchester - aufs schönste seine Panoramen des dörflichen Lebens Neuenglands nachzeichnen.