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22.11.2018
Herbert von Karajan

Überwältigender Raumklang – Legendärer Beethoven-Zyklus von Karajan in einem bahnbrechenden Remastering

Herbert von Karajan hat die Sinfonien von Ludwig van Beethoven insgesamt viermal vollständig eingespielt. Jetzt erscheint sein grammy-gekrönter Zyklus von 1977 im bahnbrechenden Dolby Atmos-Surround-Sound.

Herbert von Karajan, Überwältigender Raumklang – Legendärer Beethoven-Zyklus von Karajan in einem bahnbrechenden Remastering © DG Beethoven: The Symphonies

Herbert von Karajan war ein Technikfreak. Der Ausnahmedirigent, der die Klassikkultur des 20. Jahrhunderts so maßgeblich prägen sollte, nahm lebhaft Anteil an technischen Neuerungen und suchte sie in seine Aufnahmeprojekte zu integrieren.

Grammy-gekrönter Zyklus: Feinste Klangstrukturen

Dass er die neun Sinfonien von Beethoven insgesamt viermal aufnahm, war nicht zuletzt seiner enormen Perfektion geschuldet. Er wollte die Klanggemälde der romantischen Kompositionskunst in immer feineren Strukturen abbilden, und dabei interessierte er sich für Fortschritte der Aufnahmetechnik, die seinen musikalischen Ambitionen entgegenkamen. Wenn er gewusst hätte, mit welchem Geschick die neuesten digitalen Methoden das Raumerlebnis nachzubilden verstehen, wäre er zweifellos begeistert gewesen.  

Der Beethoven-Zyklus, den Karajan in den Jahren 1975–77 mit den Berliner Philharmonikern aufnahm, ist ein außergewöhnlich feines, ausgewogenes und farbenfrohes Klangkunstwerk. Die Verbindung von sinnlichem Klangzauber und musikalischer Perfektion brachte der grammy-gekrönten Aufnahme viel Beifall ein. Das britische Klassikmagazin Gramophone sprach von "neuen Standards des Orchesterspiels". Und Classic FM urteilte: "Klangliche Schönheit und Raffinesse gehen hier Hand in Hand."

Bahnbrechendes Audioformat: Dolby Atmos

Jetzt erscheint dieser legendäre Zyklus in einer audiophilen Ausgabe. Die Aufnahme ist neu abgemischt worden. Das digitale Verfahren, das bei diesem Projekt angewandt wurde, vermag unbegrenzt viele Klangelemente auf unterschiedliche Lautsprecher zu verteilen. Das Ergebnis ist ein überwältigender Raumklang. Der Eindruck einer Live-Performance drängt sich auf. Es ist, als wohne man der Aufführung bei, so nah rückt das sinfonische Geschehen an den Hörer heran.

Die Technik trägt den Namen Dolby Atmos. Sie ist im Jahre 2012 eingeführt worden und hat sich zunächst bei besonderen Kino-Projekten und im Home-Entertainment bewährt. Home-Kinos mit Dolby Atmos-Ausstattung sind dafür bekannt, dass sie durch ihre Hör-Effekte unmittelbar ins filmische Geschehen hineinziehen. Ist zum Beispiel in einem Film ein Regenschauer zu sehen, dann werden die Bilder in einer viel plastischeren Weise spürbar, wenn man die Tropfen nicht von vorne, sondern von oben einprasseln hört.

Pionierprojekt der Deutschen Grammophon: Sinfonien im Surround-Sound

Diese neue sinnliche Qualität des Hörens macht das bahnbrechende digitale Verfahren auch für die Präsentation von klassischer Musik interessant. Deshalb bietet Deutsche Grammophon ein Remastering von Karajans legendärem Beethoven-Zyklus. Die Arbeit an den Aufnahmen fand in den Emil Berliner Studios statt und wurde betreut von Rainer Maillard, einem international anerkannten Tonmeister, der bereits mehrere Grammys für seine Arbeit gewonnen hat.

Clemens Trautmann, Präsident von Deutsche Grammophon, betont die Vorreiterrolle seines Unternehmens. "Als Deutsche Grammophon vor 120 Jahren entstand, war der Gründer kein Geringerer als Emil Berliner, der Erfinder des Grammophons", so Trautmann. "Daher ist die Verbindung von kreativen Inhalten mit neuester Technologie uns von Beginn an ein großes Anliegen gewesen, um neue und authentische Hörerfahrungen zu ermöglichen." Karajans Kultaufnahme ist die erste Dolby-Atmos-Veröffentlichung des Gelblabels.

Zugleich handelt es sich um den ersten sinfonischen Zyklus überhaupt, der in dem attraktiven Audioformat erscheint. Die Edition kommt in mit zwei Blu-ray Audio Discs in den Handel und beinhaltet auch Abmischungen in Stereo 2.0 und Surround 5.1. Zusätzlichen Reiz verspricht die Ausgabe durch zwei seltene Karajan-Interviews und ein überaus unterhaltsames Booklet, das die Originalbeiträge von Richard Osborne, Franz Endler und Stefan Kunze enthält und mit vielen seltenen Bildern der Berliner Philharmoniker aufwartet.