Klassik Newsletter

Sie wollen immer aktuell informiert sein? Dann geben Sie im Feld unten Ihre E-Mail-Adresse ein. Unser Newsletterservice versorgt Sie wöchentlich mit allen Neuigkeiten zum Thema klassische Musik.

Mit dem Klick auf den Button „Ok“ willige ich darin ein, dass ich den Newsletter abonniere und meine personenbezogenen Daten zu diesem Zweck gemäß der Datenschutzerklärung verarbeitet werden.
OK

Nichts verpassen

Nutzen Sie KlassikAkzente Online auch wenn Sie nicht auf unserer Seite sind:
Social Networks:

Artikel

13.09.2018
Wir entdecken Komponisten

"Wir entdecken Komponisten" mit zwei neuen Folgen über Antonín Dvořák und Franz Schubert erstmals für Streaming und Download verfügbar

Durch die beiden neu aufgelegten Titel der Reihe "Wir entdecken Komponisten" können große und kleine Ohren mühelos in die musikalische Welt von Franz Schubert und Antonín Dvořák eintauchen.

Wir entdecken Komponisten, Wir entdecken Komponisten mit zwei neuen Folgen über Antonín Dvořák und Franz Schubert erstmals für Streaming und Download verfügbar © DG Wir entdecken Komponisten: Antonín Dvořák – Aus der neuen Welt

Mitten in Schuberts Welt

In Uwe Kraemers Hörspiel "Die verschwundene Symphonie oder: zum Komponieren bin ich auf die Welt gekommen", das 1983 in Hamburg aufgenommen wurde, ist man sofort mitten drin im Geschehen. Ein neugieriger Reporter interviewt elf Jahre nach Schuberts Tod Felix Mendelssohn Bartholdy mitten in einer Probe für die bevorstehende Uraufführung seiner großen C-Dur Sinfonie in Leipzig.

Will Quadflieg führt mit seiner einmaligen Stimme als Erzähler durch die Geschichte und verrät dabei viele Details aus Schuberts Leben. Wenn der Unterstufenchor des Hansa-Gymnasiums Hamburg-Bergedorf mit hellem Klang Wolfgang Amadeus Mozarts frechen Kanon Bona nox, KV 561 anstimmt, ist man wieder mitten im 19. Jahrhundert angekommen und sieht den kleinen Franz Schubert förmlich vor dem inneren Auge zwischen Schule und Übe-Einheiten herumspringen.

Das Hörspiel illustriert auf leichte und unterhaltsame Weise Schuberts Werdegang, begleitet den jungen Musiker mit elf Jahren zur Aufnahmeprüfung für die kaiserliche Hofkapelle und das strenge Konvikt nach Wien, erzählt von Freundschaften und nimmt Anteil an seinen Zukunftsplänen. Der Sprecher Peter Faerber lässt den erwachsenen Schubert dann auch noch selbst zu Wort kommen. So bekommt man mit großer sinnlicher Ausdruckskraft, Wiener Schmäh und viel Musik einen Einblick ins 19. Jahrhundert und ins Leben eines der bedeutendsten Komponisten der Romantik, der sich vom Ehrgeiz seines Vaters befreien musste, um seinen Weg zu finden und der trotz seines kurzen Lebens, das bereits mit 31 Jahren endete, viele kammermusikalische, sinfonische und vokale Werke hinterlassen hat, die bis heute ein wesentlicher Bestandteil des Musiklebens sind.

Lehrreiches Hörvergnügen

Nicht weniger spannend und lebhaft ist das Hörspiel "Aus der neuen Welt oder: Von Lokomotiven und Dampfschiffen" geraten, das im Mai 1986 in Hamburg entstanden ist und in dem sich eine Stunde lang alles um das Leben des tschechischen Komponisten Antonín Dvořák dreht. Auch in dieser Geschichte ist Will Quadflieg als Erzähler wieder ganz in seinem Element. Das Hörspiel transportiert mit gewohntem Schwung und einer angenehmen kindgerechten Form jede Menge Zeitgeist. In diesem Fall landet man mit den Ohren am 16. Dezember 1893 ganz unvermittelt in New York und wohnt gemeinsam mit Antonín Dvořák der Uraufführung von Dvořáks Symphonie "Aus der neuen Welt" bei, die in Amerika mit großer Begeisterung aufgenommen wurde und bis heute zu seinen erfolgreichsten Werken gehört. Doch der Weg bis dorthin war mitunter steinig. Auch der tschechische Komponist litt unter den konservativen Vorstellungen seines Vaters: Im Gegensatz zu Schubert, der als Lehrer arbeiten sollte, wollten Dvořáks Eltern ihren Sohn zu einer bodenständigen Ausbildung als Schlachter drängen und hatten zunächst wenig Verständnis für seine musikalischen Ambitionen, bis Dvořák sie durch erste Erfolge überzeugen konnte.

Die Geschichte von Uwe Kraemer versprüht mit Holger Malich als Antonín Dvořák und einem ambitionierten Sprecherensemble eine große Portion atmosphärischen Charme und schafft viel Verständnis für die Zeit und den Werdegang des Komponisten, der seinen internationalen Ruhm in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch persönlich miterleben durfte, bevor er 1904 in Prag gestorben ist. Stücke wie das "Furiant" aus "Die verkaufte Braut" von Bedrich Smetana in einer Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan oder die Einspielung des Ungarischen Tanzes Nr. 5 in g-Moll von Johannes Brahms unter den Händen der Pianisten-Brüder Alfons und Aloys Kontarsky, betten die inhaltlichen Details des Hörspiels darüber hinaus auch musikalisch gekonnt in den Kontext ein.