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09.08.2018
Daniel Barenboim

Kammermusikalisches Kleinod mit Daniel Barenboim

Bei Deutsche Grammophon erscheint am 10. August ein feinsinniges Album mit Mozarts Klavierquartetten Nr. 1 und Nr. 2, eingespielt von Daniel Barenboim und drei kongenialen Musikerkollegen.

Daniel Barenboim, Kammermusikalisches Kleinod mit Daniel Barenboim © Tilo Krause / DG Daniel Barenboim

Kein Geringerer als Joseph Haydn hat Wolfgang Amadeus Mozart einmal als "das größte Genie" bezeichnet, das je gelebt hat. Lauscht man Mozarts Klavierquartetten, kann man Haydn nur beipflichten, derart vollendet ist die musikalische Ausgestaltung und Schönheit dieser Werke. Bei Deutsche Grammophon wird nun ein besonderer Live-Mitschnitt der Klavierquartette KV 478 und 493 veröffentlicht, auf dem Daniel Barenboim zusammen mit Michael Barenboim, Yulia Deyneka und Kian Soltani spannungsvoll und lebendig die beiden kammermusikalischen Schöpfungen interpretiert.

Mozarts Klavierquartette als Meisterwerke einer neuen Gattung

Mit seinen Klavierquartetten Nr. 1 g-Moll KV 478 und Nr. 2 Es-Dur KV 493, die Mozart zwischen 1785 und 1786 komponierte, hat der Komponist eine faszinierende neue Gattung begründet. Gleich einem packenden Dialog scheinen die einzelnen Stimmen und Instrumente hier miteinander zu ringen, zu spielen und zu diskutieren. Das Klavier nimmt dabei eine deutlich führende Rolle ein, die mitunter mit jener in Mozarts Klavierkonzerten vergleichbar ist und von Daniel Barenboim auf der vorliegenden Aufnahme dynamisch und mit fesselnder Präsenz ausgefüllt wird. Der Dirigent und Pianist hat sich schon seit den 70er Jahren immer wieder sehr intensiv mit Mozarts Tonsprache und Werk beschäftigt und entsprechend zieht seine Gestaltung des Klavierparts mit einer beeindruckenden Reife und Tiefe in den Bann.

Hochkarätige Besetzung begeistert mit innigem Zusammenspiel

Neben Daniel Barenboim sind auf der Aufnahme drei weitere herausragende Musiker zu erleben, mit denen Barenboim bereits zahlreiche gemeinsame Projekte verwirklicht hat. Da ist sein Sohn Michael Barenboim an der Violine. Seit 2003 Konzertmeister des West-Eastern-Divan-Orchestras, verfügt er über einen lyrisch singenden Geigenton und spielt sinnlich und feinsinnig die Melodien aus. Dann ist da die russische Bratschistin Yulia Deyneka. Auch sie wirkte lange in Barenboims Orchester mit und beeindruckt mit einem sonoren und ungemein farbenreichen Ton. Mit Kian Soltani vollendet schließlich ein bereits mehrfach preisgekrönter junger Künstler das Ensemble, der bei Deutsche Grammophon erst im Januar sein Debütalbum "Home" veröffentlicht hat und ebenfalls Mitglied des West Eastern Divan Orchestra ist. Die langjährige Zusammenarbeit und Vertrautheit der vier Musiker spiegelt sich in einem fein aufeinander abgestimmten Zusammenklang und einer überaus lebendigen und musikantischen Durchdringung der Klavierquartette wieder. Mit behänder Virtuosität und inniger Hingabe an die Musik bringen die Musiker die Schöpfungen Mozarts zum Erblühen und leuchten sie in all ihren Farben aus.

Die Live-Atmosphäre zeigt sich dabei in einer unmittelbar fesselnden und äußerst präsenten Darbietung der Künstler, die durch den besonderen Entstehungsort dieser Aufnahme noch einmal verstärkt wird. So hat das Ensemble die beiden Klavierquartette im von Barenboim initiierten Pierre-Boulez-Saal in Berlin aufgeführt, der mit seiner äußerst differenzierten Akustik und warmen Raumwirkung einen passenden Rahmen bildet für die beiden kammermusikalischen Schlüsselwerke. Hier aufgeführt, wird Mozart auf dem neuen Album schließlich als eben jenes Genie erlebbar, von dem schon Haydn einst schwärmte.