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02.08.2018
DG120

Klingt wie neu – Deutsche Grammophons bahnbrechendes Schellack-Projekt

In Kooperation mit Google Arts & Culture präsentiert DG legendäre Aufnahmen aus dem Schellack-Archiv in sensationellem digitalen Gewand.

DG120, Klingt wie neu – Deutsche Grammophons bahnbrechendes Schellack-Projekt © DG The Shellac Project

Im Jubiläumsjahr des gelben Labels enthüllt The Shellac Project bisher unveröffentlichte historische Aufnahmen und legt Raritäten des Katalogs des frühen 20.Jahrhunderts neu auf.

Modernste Technologien aus Vergangenheit und Gegenwart

Aus dem Wiederherstellungsprozess, der gemeinsam mit Google Arts & Cultures ermöglicht worden ist, gehen digitalisierte Versionen von Titeln hervor, die dafür von den originalen Metallmastern extrahiert wurden.

Emil Berliner, Gründer des gelben Labels und Pionier seiner Zeit, entwickelte mit seinen Kollegen eine Methode, bei der Schallwellen in eine große aus Wachs bestehende Platte geschliffen werden. Während des Prozesses der Galvanoplastik wird das Ergebnis von Wachs auf Kupferpresswerkzeuge übertragen, so besteht jede Aufnahme aus einer "Mutter" und einem "Vater". Viele Titel wurden im Rahmen des Schellack-Projekts direkt aus den galvanisch erzeugten "Müttern" digitalisiert. Bei anderen Aufnahmen gestaltete es sich schwieriger, wenn beispielsweise nur die originale Form des "Vaters" vorlag und so zunächst eine abspielbare "Mutter" erzeugt werden musste, um die Digitalisierung umzusetzen.

Weltpremieren und bedeutende Wiederentdeckungen

Die einzigartigen Aufnahmen umfassen u.a. die Einlesung Tolstois von einem seiner Romane, frühe Aufnahmen der Jazz-Legende Louis Armstrong und des russischen Bassisten Feodor Chaliapin sowie Auszüge aus Opern Mascagnis, bei denen der Komponist selber am Pult der Staatskapelle Berlin stand. Zu erwarten sind außerdem historische Schätze wie eine Darbietung von "Largo al factotum" aus Rossinis "Il barbiere di Siviglia" des italienischen Baritons Titta Ruffo, aufgenommen in Mailand 1912. Hinzu kommen Zeugnisse aus den ersten Jahren der elektrischen Aufzeichnung wie Erich Kleibers Interpretation von Smetana "Die Moldau" aus dem Jahr 1928. Das Projekt stellt zudem Künstler in den Fokus, die heute nur wenig Aufmerksamkeit erfahren, darunter der polnische Pianist und Komponist Raoul Koczalski, die Koloratursopranistin Erna Sack, aber auch Meister des Berliner Couplets wie Otto Reutter.

Bereits seit dem 6. Juni sind sechs erste Titel, die im Rahmen des Projekts digitalisiert wurden, online verfügbar. Am 3. August fällt nun der offizielle Startschuss, wenn eine erste Auflage von 75 Titeln zur Veröffentlichung kommt.

Verfügbar auf allen DG Kanälen sowie den Partner-Plattformen Google Play Music, YouTube Music, Spotify, Apple Music und Amazon. Mehr Informationen und weitere Inhalte finden Sie auf der Google Arts & Culture Plattform sowie auf der DG120-Website.