Klassik Newsletter

Sie wollen immer aktuell informiert sein? Dann geben Sie im Feld unten Ihre E-Mail-Adresse ein. Unser Newsletterservice versorgt Sie wöchentlich mit allen Neuigkeiten zum Thema klassische Musik.

Mit dem Klick auf den Button „Ok“ willige ich darin ein, dass ich den Newsletter abonniere und meine personenbezogenen Daten zu diesem Zweck gemäß der Datenschutzerklärung verarbeitet werden.
OK

Nichts verpassen

Nutzen Sie KlassikAkzente Online auch wenn Sie nicht auf unserer Seite sind:
Social Networks:

Artikel

26.07.2018
Piotr Beczala

Piotr Beczala als Lohengrin in Bayreuth gefeiert

Der polnische Tenor Piotr Beczala gab am Eröffnungsabend der diesjährigen Bayreuther Festspiele sein Debüt auf dem grünen Hügel und gilt schon jetzt als große Entdeckung dieser Festspiele.

Piotr Beczala, Piotr Beczala als Lohengrin in Bayreuth gefeiert Piotr Beczala

Am Nachmittag des 25. Juli 2018 gingen die Bayreuther Festspiele in ihre 107. Saison. Auf dem diesjährigen Eröffnungsprogramm stand die Neuinszenierung Wagners "Lohengrin" von Yuval Sharon mit Bühnenbild und Kostüm von Künstler-Ehepaar Neo Rauch und Rosa Loy. Die in sattes Blau getauchte Bühne im Festspielhaus gleicht einem Gemälde. Schauplatz ist ein altes Kraftwerk, Lohengrin als Herr über die Elektrizität. Am Ende lässt Sharon eine Erkenntnis zurück: Die Zukunft gehört mit Elsa und Ortrud den starken Frauen, die die Handlung dieser romantischen Oper vorantreiben.

Umjubelte Stimmen und hervorragende Akustik

In der Titelrolle war Piotr Beczala zu erleben und erhält Lobeshymnen. Der polnische Sänger "war ein energischer Lohengrin mit sehr männlichem Tenor", schreibt Deutsche Welle. "Er singt wie ein italienischer Tenor. Voller Sehnsucht, warm im Stimmklang. Nie leiert er die Melodien aus. Er singt elegant, leistet sich nie Schluchzer, ist dennoch immer Seele und Gefühl", so die Süddeutsche Zeitung. Bravos gab es auch für Georg Zeppenfeld in der Rolle des Königs Heinrich sowie für Anja Harteros als Elsa. Nach 18 Jahren kehrte Waltraud Meier auf den Hügel zurück. In der Rolle der Ortrud begeisterte die Wagner-Interpretin das Publikum und wurde mit donnerndem Applaus belohnt. Es wird ihr letzter Auftritt bei den Festspielen sein. "Ich sage ja immer: Man muss aufhören, wenn es am schönsten ist", so Meier.

Am Pult des Festspielorchesters stand Christian Thielemann, der seinem Ruf wieder einmal gerecht wurde: "Thielemann ist immer Klangzauberer", stellt die Süddeutsche Zeitung fest. "Was Christian Thieleman im ätherisch schimmerndem Vorspiel schon an Frische und treibender Energie aus dem perfekt eingestellten Orchester herausholt, ist schlicht sensationell. Und es reißt alle immer wieder mit." (Spiegel Online) Der Dirigent und der für Roberto Alagna eingesprungene Piotr Beczala sind bereits ein eingespieltes Team, so stand der polnische Tenor bereits in Dresden unter Thielemann als Lohengrin auf der Bühne. An seiner Seite stand damals Anna Netrebko, die die Rolle der Elsa im kommenden Jahr in Bayreuth singen wird, wie kürzlich bekannt gegeben wurde.