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Artikel

12.02.2018
Alexandre Desplat

Töne mit Tiefgang - Alexandre Desplats Soundtrack zum oscarnominierten Film "The Shape of Water"

Seit dem 15. Februar kann man "The Shape of Water" unter dem Titel "Das Flüstern des Wassers" auch in Deutschland den Kinos zu erleben. Alexandre Desplat hat den Soundtrack komponiert und stellt darin erneut sein feines Gespür für musikalische Stimmungen

Alexandre Desplat, Töne mit Tiefgang - Alexandre Desplats Soundtrack zum oscarnominierten Film The Shape of Water Shape of Water

Die Soundtracks von Alexandre Desplat zeichnen sich durch ihren märchenhaften Charme und ihre bildhafte musikalische Sprache aus, die einen hohen Wiedererkennungswert hat. Das romantische Fantasy-Abenteuer "The Shape of Water", das der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro jüngst geschaffen hat, war deshalb der perfekte Stoff für eine Partitur des französischen Filmkomponisten, der im Januar 2018 bereits mit einem Golden Globe für diesen Soundtrack ausgezeichnet wurde. Der Komponist hat die berührende Liebesgeschichte rund um eine stumme Putzfrau und ein seltsames Wasserwesen mit viel Sinn fürs Detail um seine faszinierende Welt aus Klängen bereichert und hüllt die Handlung mit unzähligen musikalischen Farben in ein stimmungsvolles Licht. 2015 erhielt Alexandre Desplat einen Oscar für die Filmmusik zu "Grand Budapest Hotel". 2018 darf er nun durch die Nominierung für "The Shape of Water" auf eine Wiederholung dieses Erfolgs hoffen.

Die Geschichte: Spannend und romantisch

Guillermo del Toros Film ist inhaltlich sowohl spannend als auch romantisch: Die stumme Putzfrau Elisa arbeitet während des Kalten Krieges in einem amerikanischen Hochsicherheitslabor und kommt dort einem streng geheimen Experiment auf die Spur. In einem Tank entdeckt sie ein mysteriöses Fischwesen, das von der Regierung gefangen gehalten wird. Sie verliebt sich in den seltsamen Amphibienmann und befreit ihn, woraufhin eine gnadenlose Verfolgungsjagd beginnt. Alexandre Desplat hat Guillermo del Toros fantasievolle Geschichte rund um die beiden ungewöhnlichen Außenseiter in der konservativen Gesellschaft der 1960er Jahre in ein ganzes Meer aus Tönen getaucht. Wie die Geschichte lebt auch die Musik von ihren zarten Gesten und verleiht den starken Bildern des Films mit musikalische Subtilität und Feingefühl zusätzliche emotionale Tiefenschärfe.

Die Musik: Subtil und märchenhaft

Den Sinn für die leisen Momente, der die Partitur durchdringt, hat Alexandre Desplat in seiner Einspielung mit dem London Symphony Orchestra in den Londoner Abbey Road Studios wunderbar eingefangen. Titel wie "The Shape of Water" oder  das berührende Stück "A princess without a voice" transportieren mit der ganzen Palette an orchestraler Ausdruckskraft viel Gefühl und passen wunderbar zu Guillermo del Toros poetischer Erzählweise. Ein besonderes Highlight ist der Titel "You’ll never know", den Alexandre Desplat extra für die amerikanischen Sopranistin Renée Fleming arrangiert hat, die darin einmal mehr ihre stimmliche Schönheit und Vielseitigkeit unter Beweis stellt. Der Song "La Javanaise" mit der Jazzsängerin Madeleine Peyroux und weitere Jazz und Pop-Klassiker von Andy Williams und Glenn Miller ergänzen den sinfonischen Einfallsreichtum von Alexandre Desplat um weitere reizvolle Farbtupfer.