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19.10.2017
Diverse Künstler

Großes Vermächtnis – Limitierte Edition des Boston Symphony Orchestra

Es ist eines der blühendsten Traditionsorchester weltweit. Jetzt veröffentlicht Deutsche Grammophon eine limitierte Edition des Boston Symphony Orchestra: Mitreißende Aufnahmen aus knapp fünf Jahrzehnten.

Diverse Künstler, Großes Vermächtnis – Limitierte Edition des Boston Symphony Orchestra © Marco Borggreve / DG Andris Nelsons, Boston Symphony Orchestra

Gibt es das: ein Orchester, das die Kulturhitlisten anführt? In Boston schon, so Jordan Mejias, amerikanischer Kulturkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die neuenglische Kulturmetropole bietet seit jeher einen idealen Nährboden für die Kunst. Ein leidenschaftliches Mäzenatentum verbindet sich hier mit einem klassikbegeisterten Publikum, das sein Heimatorchester liebt und es zu wahren Höchstleistungen antreibt. Man darf einiges in Boston. Nur nicht das Publikum langweilen.

Traditionsreich und modern: Das Boston Symphony Orchestra

Die anspruchsvollen Zuhörer haben einen erlesenen Geschmack, sind offen für Experimente und Avantgarde, möchten aber auch mit Klassikern verwöhnt werden. Entsprechend bunt und unterhaltsam ist das Programm des Boston Symphony Orchestra. Es reicht von barocken Meistern, über klassische und romantische Musik bis weit hinein ins 20. Jahrhundert, zu den Impressionisten Ravel und Debussy, zu US-amerikanischen Neuerern wie Charles Ives oder dem Filmkomponisten John Williams.

Man hat in Boston keine Scheuklappen, erfreut sich an Walzern von Johann Strauss II genauso wie an feinsten Nuancierungen eines Alban Berg, an tänzerischer Klassik à la Mozart genauso wie an der schwerblütigen Romantik eines Johannes Brahms. Die Dosis muss stimmen. Dann kommt das Publikum. "Wird das Sommerfestival von Tanglewood mit einbezogen", so Jordan Mejias, "überschreiten auch hier im Lauf eines Jahres die Besucherzahlen spielend die halbe Million. Elitäres ist also durchaus obligat mit Populärem abzuschmecken."

Blühende Vielfalt: Klassiker der Aufnahmegeschichte

Was daraus entsteht, ist eine einzigartige Delikatesse, wie es sie bei keinem anderen Orchester der Welt gibt. Das Boston Symphony Orchestra zelebriert musikalische Vielfalt. Es vermag leichte Musik mit tiefem Ernst auszustatten und bietet komplexe Musik stets unterhaltsam dar. Wer dies erleben möchte – wer auf den mondänen Geschmack des Boston Symphony Orchestra kommen will, der sollte unbedingt auf die limitierte Edition zugreifen, die soeben bei der Deutschen Grammophon erschienen ist.   

"Boston Symphony Orchestra – Complete Recordings on Deutsche Grammophon" umfasst 57 CDs, darunter Klassiker der Aufnahmegeschichte wie Claudio Abbados gefeierte Einspielung von Tschaikowskys Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia" oder Rafael Kubeliks maßgebliche Interpretation von Smetanas "Mein Vaterland". Daneben: zahlreiche Meisteraufnahmen aus der Ära Seiji Ozawas, der von 1973–2001 in Boston wirkte und den warmen Klang des Orchesters für Vorreiter wie Ravel oder Ives fruchtbar machte.    

Erstveröffentlichungen vom Who is Who der musikalischen Weltklasse

Die Krönung des Boxset bilden neben bisher unveröffentlichte Aufnahmen von Seiji Ozawa, darunter Brahms 2. Sinfonie und der Ouvertüre zur Rossini-Oper "Semiramide" schließlich als besonderes Highlight die Erstveröffentlichung einer Aufnahme aus dem preisgekrönten Schostakowitschzyklus' des Orchesters und seines aktuellen Music Directors: Mit Schostakowitschs Sinfonie Nr. 6 entfacht Andris Nelsons am Pult ein wahrhaftes musikalisches Feuerwerk. Weiterhin: Eine berückende Aufnahme von Bartóks Violinkonzert Nr. 2 mit einer glänzend aufgelegten Anne-Sophie Mutter an der Geige.

John Williams erinnert mit seinen von ihm selbst dirigierten Ausschnitten aus dem Soundtrack zu "Schindlers Liste" an den berührenden Film von Steven Spielberg.

Sensationell: eine Live-Aufnahme von Bernsteins letztem Konzert mit Brittens "Four Sea Interludes" und Beethovens Sinfonie Nr. 7. Das und vieles mehr enthält diese phantastische Ausgabe, die den weltbürgerlichen Charme des Boston Symphony Orchestra auch im Booklet glänzend abbildet. Die Texte von Andris Nelsons, Tom Mowrey und Marc Mandel gewähren tiefe Einblicke in die Geschichte und das Selbstverständnis des Boston Symphony Orchestra.