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10.08.2017
Herbert von Karajan

Karajan digital – Vier Kultalben in höchster Tonqualität

Wie kaum ein anderer Dirigent liebte Herbert von Karajan die Studioarbeit und wirkte am perfekten Klangbild mit. Jetzt erscheinen vier seiner Meisteralben in digitaler Gestalt – vollendet remastered, in audiophiler Spitzenqualität!

Herbert von Karajan, Karajan digital – Vier Kultalben in höchster Tonqualität © Siegfried Lauterwasser / DG Herbert von Karajan

Technische Perfektion gehörte zu seinen Leidenschaften. Herbert von Karajan war nicht nur ein begnadeter Dirigent, sondern auch ein Mann des Fortschritts.

Geborener Technikfreak: Herbert von Karajan

Der Stardirigent nahm stets Anteil an technischen Neuerungen. Er suchte den lebendigen Austausch mit Aufnahme-Ingenieuren. Keine Innovation blieb ihm verborgen. Er war stets auf dem Laufenden. Sein experimentelles Temperament kam im Studio zu sich selbst. Die Laboratmosphäre bot ihm einen idealen Nährboden, um in geduldiger Kleinarbeit Klangnuancen miteinander zu vergleichen. Welches ist das beste Resultat? Wie vermittelt sich das Klangbild meines Orchesters am eindringlichsten?

Solche Fragen beschäftigten den Maestro leidenschaftlich. Er wollte Werke für die Ewigkeit schaffen und fühlte sich der Nachwelt verantwortlich. Die soghafte Kraft der Berliner Philharmoniker, ihr betörender Klang sollte nicht auf seine Generation beschränkt bleiben, sondern im 21. Jahrhundert weiterwirken. Und so phantastisch der Traum des visionären Dirigenten zu Lebzeiten angemutet haben mag, er wurde Wirklichkeit. Herbert von Karajan verewigte sich tatsächlich in seinen Aufnahmen, die musikalisch und technisch bis heute das Maß bilden.

Gewaltige Verantwortung: Karajan digital

Unterdessen hat sich die Technik weiterentwickelt. Wir leben im digitalen Zeitalter, und jetzt kommt es darauf an, die fein differenzierte Klangkunst der analogen Epoche in unsere Technik zu übersetzen. Eine enorme Verantwortung! Ein Unternehmen, das Feingefühl, Geduld und eine ausgereifte Expertise erfordert. Dass es sich lohnt, beweisen dabei immer wieder aufs Neue die digitalen Veröffentlichungen analoger Aufnahmeklassiker Herbert von Karajans.

Jetzt ist es wieder soweit. Vier analoge Kultalben des unvergessenen Dirigenten erblicken das Licht der digitalen Öffentlichkeit. Von den Originalbändern remastered, erscheinen sie in hochdifferenzierter Audio-Qualität im iTunes-Format und in HRA/HD-Äquivalenten. Dabei macht sich das ausgewogene Klangbild, für das Karajan sowohl musikalisch als auch aufnahmetechnisch verantwortlich zeichnete, vor allem in dem digitalen Album mit den vier Sinfonien von Johannes Brahms bezahlt. Die romantische Heftigkeit gerät hier nie aus dem Ruder.

Vier Kultalben: Von Mozart bis Strawinsky

Die Berliner Philharmoniker beherrschen Brahms nach allen Regeln der orchestralen Kunst, und es ist ein Segen, dass diese Aufnahmen jetzt in hoher digitaler Qualität vorliegen. Nicht minder anspruchsvoll ist das Album mit den Violinkonzerten Nr. 3 und 5 von Wolfgang Amadeus Mozart, erlebt man hier doch das leidenschaftliche Geigenspiel der jungen Anne-Sophie Mutter in einer ihrer frühen Sternstunden.

Der New Penguin Stereo Record Guide zeigt sich begeistert von Mutters bewegender Interpretation und lobt die "wohlausgewogene, fein detaillierte und moderne Aufnahme". Weniger bekannt dürfte Karajans Album mit italienischer Orchestermusik sein. Umso erfreulicher ist die jetzt erscheinende, digitale Veröffentlichung, bringt sie doch eine Trouvaille mit hochpoetischen Interpretationen des weltberühmten Dirigenten ans Licht:

Respighi, Boccherini und Albinoni – ältere und neuere italienische Musik, von den Berliner Philharmonikern hinreißend empfindsam dargeboten. Das vierte Album, das jetzt digital erscheint, ist ein Klassiker: Karajans Aufnahmen von Strawinskys "Le Sacre du Printemps" und Prokofievs fünfter Sinfonie genießen hohes Ansehen bei Fachleuten und gehören in jede gute Klassik-Sammlung.     

Bleibt zu erwähnen, dass – bis auf das italienische Album – alle Veröffentlichungen ein Booklet zum Herunterladen bereithalten und sämtliche Alben das originale Artwork der LP-Cover zum Vorschein bringen.