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04.05.2017
Musik zum Entspannen und Genießen

Klangvoll & elegant - Kompositionen für Cello und barocke Unterhaltungsmusik stehen im Fokus der Reihe "Musik zum Entspannen und Genießen"

Holger Wemhoff ist so etwas wie der Begeisterungsbeauftragte der Klassikszene. Für zwei neue Alben hat er sich intensiv mit höfischer Tafelmusik und Meisterwerken für das Cello auseinandergesetzt.

Musik zum Entspannen und Genießen, Klangvoll & elegant - Kompositionen für Cello und barocke Unterhaltungsmusik stehen im Fokus der Reihe Musik zum Entspannen und Genießen © DG Cello zum Entspannen und Geniessen

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Grammophon kreiert Klassik Radio-Chefmoderator Holger Wemhoff in schöner Regelmäßigkeit spannende Konzeptalben, die seine persönliche Begeisterung für die Musik transportieren und viele meisterhafte Aufnahmen aus dem reichen Fundus des gelben Labels in einem neuen inhaltlichen Kontext miteinander kombinieren.

Berührende Klangschönheit

Unter dem Titel "Cello zum Entspannen und Genießen" hat Holger Wemhoff auf einem Doppelalbum die schönsten Kompositionen für das sonore Streichinstrument zusammengefasst und stellt die besten Interpretationen großer Cello-Virtuosen vor. Neben Aufnahmen von Legenden wie Mstislaw Rostropowitsch, János Starker oder Pierre Fournier, hat Holger Wemhoff auch jüngere Einspielungen von Mischa Maisky und Alisa Weilerstein ausgewählt, die Auszüge großer Konzerte der Celloliteratur präsentieren, wie beispielsweise das furiose Finale aus Antonìn Dvoraks Konzert in h-Moll op. 104, oder den berührenden zweiten Satz aus dem Cellokonzert in a-Moll op.129 von Robert Schumann. Neben diesen Tophits der Celloliteratur, zu denen auch Luigi Boccherinis Cellokonzert in B-Dur gehört, überzeugt die Zusammenstellung auch durch kleine virtuose Stücke, wie beispielsweise Alexander Glasunows Chant du Ménestrel op.71 in einer Aufnahme von Mstislaw Rostropowitsch mit dem Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Seiji Ozawa, oder eine Aufnahme des eher unbekannten Cellokonzerts des französischen Komponisten Édouard Lalo in einer Einspielung von Heinrich Schiff und dem New Philharmonia Orchestra unter Sir Charles Mackerras. Der unvergessliche Mstislaw Rostropowitsch, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre, präsentiert darüber hinaus mit dem Andante cantabile aus Peter Tschaikowskys Streichquartett Nr. 1 in D-Dur op.11 in der Version für Cello und Streichorchester gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker die kammermusikalischen Qualitäten des Cellos.

Elegant durch die Epochen

Das zweite Album "Tafelmusik - zum Entspannen und Geniessen" bringt die klangliche Vielfalt klassischer "Unterhaltungsmusik" zum Ausdruck. Die höfische Tafelmusik des 16. und 17. Jahrhunderts entstand vor allem in Form von Auftragskompositionen für Bankette und Feste und sollte als angenehme Untermalung die Sinne erfreuen. Holger Wemhoff hat mit der Tafelmusik von Georg Philipp Telemann in einer Aufnahme des Alte Musik Experten Reinhard Goebel und seiner Musica Antiqua eines der berühmtesten Beispiele barocker Tafelmusik ausgewählt und kombiniert das Werk mit Kompositionen wie Johann Sebastian Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 5 in D-Dur BWV 1050, gespielt von The English Concert unter der Leitung von Trevor Pinnock und Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik, interpretiert vom Orpheus Chamber Orchestra.

Von diesem Punkt aus spannt Holger Wemhoff inhaltlich einen musikalischen Bogen quer durch die Epochen, über leichtfüßige Kompositionen von Frédéric Chopin, Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms, bis hin zu unwiderstehlichen Wiener Walzerklängen der Strauß-Dynastie. Kompositionen unserer Zeit öffnen die Tür ins Hier und Jetzt und verströmen die Ästhetik zeitgenössischer, musikalischer Genussmomente, wie Alexandre Desplats Filmmusik zu "The King’s Speech" oder Max Richters Projekt "Recomposed", in dem der Geiger Daniel Hope klangvoll und virtuos Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten" in einem ganz neuen Licht erstrahlen lässt.