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21.03.2017

Beethoven hoch vier - das Takács Quartet zelebriert mit Beethovens Musik die hohe Kunst des Streichquartetts

Das Takács Quartet hat im Laufe seiner Karriere sämtliche Streichquartette von Ludwig van Beethoven eingespielt. Nun erscheinen die Aufnahmen zum ersten Mal gesammelt.

Takács Quartet, Beethoven hoch vier - das Takács Quartet zelebriert mit Beethovens Musik die hohe Kunst des Streichquartetts © Decca/Mary Robert Takács Quartet

Zahlreiche internationale Auszeichnungen öffneten dem ungarischen Takács Quartet Mitte der 1970er Jahre die Türen zu den großen Konzerthäusern. Innerhalb kurzer Zeit etablierte sich das junge Streichquartett als eines der erfolgreichsten Ensembles in der Kammermusik-Szene und hat in den siebzehn Jahren zwischen 1988 und 2005 für Decca Classics zahlreiche bedeutende Werke für Streichquartett eingespielt. Der vollständige Zyklus der Streichquartette von Ludwig van Beethoven wurde mit zwei Gramophone Awards, drei Japanese Recording Academy Awards, einem Classical Brit Award, einem Chamber Music America Award und einem GRAMMY Award für die beste Kammermusik-Aufnahme ausgezeichnet.

Die exzellenten Aufnahmen erscheinen nun zum ersten Mal in einer hochwertigen Edition auf sieben CDs und einer 24-bit/48KHz Hi-Res Blu-ray Audio samt umfangreichem Booklet. Eine DVD mit einem Konzertmitschnitt aus dem schottischen Hopetoun House mit Beethoven, Schubert and Haydn gibt mit visuellen Eindrücken des Ensembles zusätzlich Grund zur Freude.

Vom Leben zu viert

Dass ein Streichquartett allen Widrigkeiten des anspruchsvollen Arbeitsalltags und den Überraschungen des Lebens trotzt und tatsächlich in seiner Gründungsformation bestehen bleibt, ist eher eine Seltenheit. Auch das Takács Quartet hat im Laufe der langjährigen Karriere mehrere Besetzungswechsel durchlaufen, hat dabei jedoch nie seine eigene Vision des gemeinsamen Klangs verloren. Seit 1993 ist der britische Geiger Edward Dusinberre bereits Primarius des Quartetts, nachdem er Gabor Takács-Nagy nach 17 Jahren an der ersten Geige ablöste. Der zweite Geiger Károly Schranz und der Cellist András Fejér haben es geschafft, dem Quartett musikalisch kontinuierlich bis heute treu zu bleiben und sind dabei hörbar zusammen gewachsen. Der vielfach ausgezeichnete Beethoven-Zyklus des Ensembles ist kurz nach dem Tod des langjährigen Quartett-Bratschisten Gabor Ormai entstanden und wurde gemeinsam mit Roger Tapping eingespielt, auf den 2005 die Bratschistin Geraldine Walther folgte.

Meilensteine der Quartett-Literatur

Beethovens 16 Streichquartette gehören zweifellos zu den Höhepunkten des reichen Repertoires, das in der Musikgeschichte für die Gattung Streichquartett komponiert worden ist. In der Gesamtaufnahme des ungarischen Quartetts, das Anfang der 1980er Jahre nach Amerika emigrierte, kommen alle Nuancen der komplexen Formensprache zum Ausdruck, die Ludwig van Beethoven zwischen 1798 und 1826 innerhalb verschiedener Schaffensperioden für die Königsdisziplin der Kammermusik entwickelt hat. Auf die frühen Quartette op. 18 folgten die Quartette op. 59, die Beethovens mittlere Schaffensperiode prägen. Die Quartette op. 74 und op. 95 lassen sich einer Übergangszeit zuordnen, auf die nach mehreren Jahren Pause die späten Quartette mit den Opuszahlen 127, 130, 133, 131 und 135 anschließen. Das Takács Quartet findet für jede Farbe in Beethovens Streichquartett-Kosmos die passende klangliche Gestaltung und hat mit dem Zyklus ein einzigartiges Vermächtnis geschaffen, dass die Welt der Kammermusik um eindrucksvolle Referenzaufnahmen bereichert.