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16.03.2017

Unvergessliche Operndiva. Leontyne Price singt Aida und Tosca

Zum 90. Geburtstag veröffentlicht Decca zwei grandiose Opernaufnahmen mit der amerikanischen Sopranistin Leontyne Price.

Leontyne Price, Unvergessliche Operndiva. Leontyne Price singt Aida und Tosca © UNITEL Leontyne Price

Das Label Decca hat sich über viele Jahrzehnte mit der Reihe "Legendary Opera Recordings" durch herausragende Produktionen profiliert, in denen die schönsten Stimmen aller Zeiten für die Ewigkeit festgehalten sind. Eine dieser Stimmen gehört der amerikanischen Sopranistin Leontyne Price, die einst als "erste schwarze Diva" gefeiert wurde und nun mit 90 Jahren auf eine große Karriere zurückblicken kann. Neben den unvergesslichen Erfolgen auf internationalen Opernbühnen hat Leontyne Price viele legendäre Aufnahmen hinterlassen, die ihre Laufbahn säumen. Decca veröffentlicht nun zwei aufwendig remasterte Produktionen in allerbester 96kHz/24-bit Audio Qualität samt einer High Fidelity Pure Audio Blu-ray und erinnert damit in technischer Perfektion an zwei musikalische Sternstunden der Sängerin.

Kongeniale Partnerschaft

Am 21. Mai 1960 sang Leontyne Price zum ersten Mal die "Aida" an der Mailänder Scala, kurz darauf bei den Salzburger Festspielen. Die Produktionen gaben den Startschuss für eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan. Decca präsentiert eine gemeinsame Aufnahme von Puccinis Oper "Tosca", die ganz von der musikalischen Intensität der beiden charismatischen Künstler durchdrungen ist. Unter der Leitung von Herbert von Karajan kann Leontyne Price sich stimmlich völlig entfalten und lässt ihre silbrige Stimme über dem Klangkörper der Wiener Philharmoniker hell erstrahlen. Wenn sie Toscas Arie "Vissi d’amore" singt, glühen die Töne förmlich. Giuseppe di Stefano brilliert an der Seite der hochdramatischen Sopranistin als leidenschaftlicher Cavaradossi und Giuseppe Taddei erweist sich als beeindruckender Scarpia.

Ganz in ihrem Element

Die zweite Produktion präsentiert Leontyne Price in einer weiteren Paraderolle mit der für sie einst alles begann. Als Verdis "Aida" schwingt sich die Sopranistin an der Seite von Jon Vickers und Robert Merrill in der grandiosen Aufnahme von 1962 mit uneingeschränkter Strahlkraft von einem stimmlichen Höhenflug zum nächsten. Die musikalische Leitung vom Pult des Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma hat Sir Georg Solti inne, der die Musiker in gewohnter Sensibilität zu musikalischer Tiefenschärfe anspornt. So hat man den Eindruck, dass jeder Ton aus Verdis Feder vor Ausdruckskraft vibriert und zugleich fein nuanciert jede noch so kleine Facette der Musik offenbart.

Für alle Freunde exzellenter Opernmomente sind die beiden in jeder Hinsicht hochwertigen Produktionen ein musikalischer Hochgenuss, der rundherum überzeugen kann und in meisterhafter technischer Perfektion eine der größten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts würdigt.