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27.10.2016
Diverse Künstler

Spiegel der Zeit: Die Box "Shaping the Century" beleuchtet musikalisch die fünf Jahrzehnte zwischen 1900 und 1949

Die Entstehungszeit prägt die Musik und andersherum prägt die Musik die Gesellschaft. Die Box "Shaping the Century" präsentiert mit 28 CDs den musikalischen Zeitgeist der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Diverse Künstler, Spiegel der Zeit: Die Box Shaping the Century beleuchtet musikalisch die fünf Jahrzehnte zwischen 1900 und 1949 © DG Shaping the Century

Mit der Reihe "20C" legen Decca and Deutsche Grammophon den Fokus auf das 20. Jahrhundert und fasst auf den 28 Alben der Box "Shaping the Century" 26 Meisterwerke aus dem musikalischen Schaffen bedeutender Komponisten zusammen. Über die Musik selbst und durch musikwissenschaftliche Texte im Booklet, bekommt man einen komplexen und facettenreichen Eindruck von der Zeit, in der sie entstanden ist.

Eindrucksvolle Persönlichkeiten

Wenn man an die Musik zu Anfang des 20. Jahrhunderts denkt, hat man sofort Namen wie Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Igor Stravinsky, Alban Berg, Béla Bartók und Benjamin Britten im Kopf. Als charismatische und einflussreiche künstlerische Persönlichkeiten haben diese Komponisten viele Schlüsselwerke geschaffen. Claude Debussys Musik gilt als Bindeglied zwischen der Romantik und der Moderne - ein Paradebeispiel dafür ist die sinfonische Dichtung "La mer", die zwischen 1903 und 1905 entstanden ist. Die Oper "Salome" von Richard Strauss war eine der ersten großen Literaturopern und erscheint in einer fulminanten Gesamtaufnahme auf zwei CDs mit Catherine Malfitano, Bryn Terfel und den Wiener Philharmonikern unter Christoph von Dohnanyi. Die Pianisten Vladimir Ashkenazy und John Tilbury präsentieren mit solistischen Aufnahmen von Sergej Prokofievs Klaviersonaten Nr. 6-8 und der Sammlung "Sonatas & Interludes" von John Cage weitere musikalische Facetten.

Sinfonische Sinneseindrücke

Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 9 wurde 1909 im italienischen Südtirol geschrieben und ist ein sinfonisches Werk von soghafter Wirkung, das kompositorisch das ganze Spektrum menschlicher Empfindungen in sich trägt. Die Berliner Philharmoniker haben Gustav Mahlers letztes vollendetes Werk gemeinsam mit Claudio Abbado eingespielt und dabei musikalisch alle emotionalen Höhen und Tiefen ausgelotet. Das Boston Symphony Orchestra entführt die Ohren unter der Leitung von Sir Colin Davis mit drei Sinfonien von Jean Sibelius nach Skandinavien und präsentiert mit spielerischer Tiefenschärfe die unvergleichliche Handschrift des finnischen Komponisten. Die 5. Sinfonie hat der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch 1937 auf der Krim geschrieben. Die Interpretation von Vladimir Ashkenazys und dem Royal Philharmonic Orchestra lässt die vielschichtige Tiefgründigkeit der Komposition aufleuchten.

Gattungsmix: Oper, Tondichtung, Melodram

Benjamin Brittens Oper "Peter Grimes" füllt in der vom Komponisten selbst dirigierten Gesamtaufnahme gleich zwei CDs, auf denen Brittens expressiver kompositorischer Erzählwille authentisch zur Geltung kommt. Kurt Weills Musik zu Brechts Theaterstück "Die Dreigroschenoper" hat sich als Meilenstein in der Bühnenmusikgeschichte des 20. Jahrhunderts etabliert und gehört zu den Meisterwerken der 1920er Jahre. Die Einspielung mit Ute Lemper, René Kollo, Milva und dem RIAS Sinfonietta Berlin unter John Mauceri ist legendär. Und natürlich dürfen auch Carl Orffs "Carmina burana" und Igor Stravinskys "Le Sacre Du Printemps" nicht fehlen, wenn es darum geht, eine Idee von vielen verschiedenen den musikalischen Gesichtern der Jahre 1900-1949 zu bekommen.